Auch in Grafiken ist Mirós Bildersprache sofort erkennbar

Dass Joan Miró einer der berühmtesten Künstler des 20. Jahrhunderts ist, ist unumstritten.

Dass seine Werke zu unerschwinglich hohen Preisen gehandelt werden und seine Unikate fast allesamt in auserlesenen Privatsammlungen oder Museen zu finden sind, ist auch bekannt. Doch nicht jeder weiß, dass der berühmte Spanier auch ein umfangreiches grafisches Werk hinterlassen hat, in das die Galerie Neuheisel nun Einblick gewährt. Gezeigt werden 42 Blätter, die unterschiedlichen Mappenwerken entstammen und teils auch als Einzelblätter gefertigt wurden. Es sind Radierungen und Lithografien, die der große Miró in verschiedenen Auflagenstärken stets parallel zu seinem malerischen, bildhauerischen und keramischen Werk geschaffen hat. In der unverkennbaren Handschrift, die den 1893 geborenen und 1983 verstorbenen Mann bekannt gemacht hat: zeichenhaft und dabei sehr verspielt, linienfixiert und ornamental, ohne dabei allerdings auf einen malerischen Impetus mit intensiv leuchtenden Farben zu verzichten. Man erkennt seine Bildsprache sofort - auch in diesen Grafiken, die in Auflagen von 25 bis 3000 aufgelegt wurden.

Bis 30. August. Galerie Neuheisel, Johannisstraße 3a.

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