Gewalttäter attackieren Saarbahnführer

Glück im Unglück hatte am Freitag, 23. September, um 23.15 Uhr ein 23-jähriger Saarbahnführer, der es an der Haltestelle Heinrichshaus mit drei Gewalttätern zu tun bekam.

Der Saarbahnführer hatte während der Fahrt beobachtet, dass drei Jugendliche, zwei 16-Jährige und ein 17-Jähriger, die Beleuchtung eines Saarbahnwagens abmontierten. An der Haltestelle Heinrichshaus verließen sie den Wagen, und der Saarbahnführer wollte sie auf dem Bahnsteig zur Rede stellen. Aber die Jugendlichen randalierten dort weiter. Als der Saarbahnführer noch auf dem Bahnsteig stand, trat ihm einer der Jugendlichen in den Rücken und stürzte ihn dadurch vom Bahnsteig auf die Gleise. Dabei verletzte sich der Saarbahnführer leicht an Nacken und Rücken. Dann flüchteten die Gewalttäter in den Wald. Polizei-Beamte der Inspektion Burbach und die Diensthundestaffel entdeckten die drei wenig später wieder an der Saarbahnhaltestelle Heinrichshaus. Sie waren gerade damit beschäftigt, sich gegenseitig zu verprügeln. Alle drei waren stockbetrunken. Als die Polizisten sie nach dem Angriff auf den Saarbahnführer fragten, gaben die drei alles zu. Die Beamten nahmen die Jugendlichen mit aufs Revier und übergaben sie dort an ihre Eltern. Das teilte die Polizei am Montag mit.

Der Angriff von Freitag war nicht der einzige dieser Art. "Vor vier Wochen kam es auch zu einem Übergriff: Einem Fahrer wurde mit der Faust ins Gesicht geschlagen", teilte die Saarbahn GmbH gestern auf SZ-Anfrage mit. Solche "Übergriffe mit Verletzungen" seien allerdings "eher selten - aber bedauerlicherweise mit steigender Tendenz". Es komme auch "immer häufiger zu Diebstählen", bei denen die Fahrgeldeinnahmen in Bussen gestohlen werden.