„Einfach ein Killer vor dem Tor“

Zwei Mal traf Matthew Taylor gegen den FC Nöttingen, zwei Mal ließ sich der Stürmer des 1. FC Saarbrücken von Sven Sökler bedienen. Durch das 2:1 hat der FCS in der Regionalliga drei Spiele in sieben Tagen gewonnen.

Sie spielen erst ein paar Tage zusammen, doch schon jetzt sind sie das neue Fußball-Traumpaar beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken . Matthew Taylor und Sven Sökler sorgten am Samstag quasi im Alleingang für den 2:1 (2:1)-Auswärtssieg des Drittliga-Absteigers beim FC Nöttingen . "Söki hat den Instinkt für den letzten Pass", lobte der zweifache Torschütze Taylor den zweifachen Vorbereiter Sökler: "Er spielt die Bälle genau dahin, wo sie hin sollen. Und darauf warte ich." Wie beim 1:1 in der 16. Minute: Der starke Marco Meyerhöfer schickte Sökler auf die Grundlinie, der legte zurück und Taylor hatte keine Mühe mit dem Ausgleich. Acht Minuten später entschieden die drei Protagonisten das Spiel. Meyerhöfer und Sökler spielten erst Doppelpass, dann öffnete der Pass des Ex-Heidenheimers den Raum, Taylor hielt nur noch die Fußspitze hin zum 2:1-Siegtreffer. "Matthew ist einfach ein Killer vor dem Tor, das wissen wir", spielte Sökler auch verbal den Ball zurück zum Mitspieler: "Das passt schon sehr gut. Aber wir müssen unsere Chancen insgesamt besser nutzen."

Die katastrophale Chancenverwertung ist einer der wenigen Vorwürfe, die man der Mannschaft von Trainer Fuat Kilic machen muss. Sökler, Taylor, Alexander Hahn, aber vor allem Dennis Wegner, der alleine drei Mal frei vorm gegnerischen Gehäuse auftauchte, hätten die Partie bis zur Pause klar für die Gäste entscheiden müssen. Zumal die Gastgeber ab der 35. Minute nach einer Notbremse von Mario Hohn nur noch in Unterzahl auf dem Feld standen. "Natürlich will jeder Spieler sein Tor machen", sagte Pechvogel Wegner kopfschüttelnd: "Mund abputzen und weiter. Wichtig ist, dass wir die englische Woche mit neun Punkten vergoldet haben."

Dass der FCS mit mehr Präzision und Konzentration im Abschluss am Tabellenführer SV Elversberg hätte vorbeiziehen können, ist in dieser Phase der Saison zweitrangig. Dass Schiedsrichter Gaetano Falcicchio dem FCS zwei und Nöttingen einen Handelfmeter verweigerte, spiegelt dessen Leistung wieder, war aber nicht spielentscheidend. Genauso wenig wie die erneute Fahrlässigkeit der FCS-Abwehr beim Führungstor Nöttingens. Nach weitem Einwurf von Thorben Schmidt drehte sich Michael Schürg nahezu unbehelligt am Fünfmeterraum und netzte ein - 1:0 (14.). "Das war zu einfach", schimpfte Kilic, der in der Abwehr erneut mit einer Dreierkette agieren ließ, "da fehlte die Staffelung". Dennoch waren Kilic und die 750 FCS-Fans unter den knapp 1100 Zuschauern mit dem Auftritt zufrieden.
Kommt Dadashov?

Heute will der FCS seinen letzten Neuzugang präsentieren. Nach Informationen unserer Zeitung wird sich Rufat Dadashov vom finanziell angeschlagenen Ligakonkurrenten SVN Zweibrücken dem FCS anschließen. Der 22-jährige Stürmer aus Aserbaidschan erzielt für die Westpfälzer bisher in fünf Partien zwei Treffer, bereitete zwei weitere vor.