Fest der Lehmbachpiraten in der Dorfmitte von Walpershofen

Feste gefeiert : Ein Piraten-Bachspektakel

Die Walpershofer Dorfmitte zeigte sich wieder mal als idealer Platz für ein gelungenes Fest.

Am „einzigen Köllertalstrand der Welt“ nippen Edith und Frank Fischer an einem Aperol Spritz und einem Lillet Wild Berry, gut gekühlten Cocktails. „Gefällt uns hier im Liegestuhl, und das Wetter spielt sogar auch mit“, freuen sich Fischers, die von Niedersalbach zu Fuß zur „Dorfmitte am Bach“ in Walpershofen gekommen sind. „Mit Freunden feiern!“ In der Tat scheint hier im Zentrum des Riegelsberger Ortsteils dieses Motto der Lehmbachpiraten Walpershofen den Nagel auf den Kopf zu treffen, die das beliebte Bachspektakel am vorigen Wochenende federführend ausgerichtet haben.

Bei den, gutmütig wirkenden, Freibeutern um Käpt’n Dominik Cäsar handelt es sich um einen vor vier Jahren gegründeten Verein zur Pflege der Dorfgemeinschaft, der Traditionen, der Geselligkeit. Gemeinsam mit Verbündeten, in diesem Fall der CDU, der Jungen Union, dem Jugendzentrum und dem Sportverein Walpershofen haben sie das Festgeschehen im Dorf gut im Griff. Abgesehen vom Bachspektakel gibt es da noch karibische Diskonächte, Weihnachtsmärkte und Schlagerpartys. Sogar eigene Faschingsumzüge, natürlich mit Piratenball, hat die Vereinsgemeinschaft bisher erfolgreich gestemmt.

Beim Bachspektakel am Samstag waren die Bedingungen zeitweise optimal, im Wechsel mit etwas regnerischen Abschnitten. Aber da zeigte sich dann die 50 Meter lange Saarbahnbrücke, die den Festplatz in luftiger Höhe quert, als hervorragender Regenschutz für die vielen Besucher.

Auch am attraktiven Kinderspielplatz mitten im Ort und, wie gesagt, am eigenen Strand, lässt sich, mit Fantasie und der passender Deko, viel anfangen. „Jetzt oder nie, heute Nacht fängt ein neues Leben an“, klingt die Musik. Mannschaftsführer Cäsar erklärt die Regeln, Fußballer zapfen Bier, Nachwuchspolitiker schöpfen Sangria, Caipirinhas oder Martinis in die passenden Gläser, Ortsvorsteher Werner Hund grillt die Wurst, die Musiker von Cry in heaven rocken die Bühne unter den Saarbahnschienen. Besonders der Nachwuchs hat seinen Spaß, auf dem Spielplatz, beim Radeln und Skaten auf dem autofreien Radweg und natürlich beim zünftigen Gelbe-Gummienten-Rennen direkt auf dem Köllerbach. Cäsar: „Jedes Kind gewinnt einen Preis und darf zudem sein Entchen mit nach Hause nehmen.“ Und aus den Boxen klingt es: „Ich spüre diese Euphorie.“ Kann man unterschreiben.

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