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Das Köllertal-Wetter
Auf und Ab mit Regen

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Der März stellt die Brücke vom Winter zum Frühling dar und ist die erwartungsfrohe Zeit des Erwachens in der Natur. Atlantiktiefs nisten sich in nächster Zeit über Westeuropa ein und greifen mit ihren Ausläufern auf Mitteleuropa über, was für eine äußerst wechselhafte und zeitweise sehr milde Wetterphase mit Regen und Schauern sorgt. Von Jörg Hoffmann

Einen ersten Hauch Vorfrühling konnten wir am Montag genießen, als die Temperaturen bei viel Sonnenschein auf 13 Grad angestiegen sind, nachdem samstags noch, bei null Grad, Schnee gelegen hatte.


Auf der Vorderseite von Tiefs bei England und der Biskaya werden am Wochenende mit der südwestlichen Strömung sehr milde Luftmassen herangeführt. Mit Übergreifen der Kaltfront kühlt es zu Wochenbeginn wieder ab, ehe im weiteren Verlauf der Woche das Auf und Ab munter weitergeht. Nach der langen, ruhigen Wetterphase im Februar kommt mit dem umfangeichen Tiefdruckkomplex wieder mehr Dynamik ins Spiel, was die unbeständige und nasse Wetterlage bis weit ins letzte Monatsdrittel verlängern könnte.

Der Frühling hat natürlich noch Zeit, noch ist März, und ein rekordwarmer März wie 2017 war eine absolute Ausnahme – ein ähnlicher März wird sich in diesem Jahr aufgrund der Großwetterlage definitiv nicht wiederholen. Heute ist es stark bewölkt mit einigen Auflockerungen, Tief Xenia über der Nordsee bringt Schauer bei Höchstwerten um 10 Grad. Am Samstag verlagert sich der ehemalige Wintersturm Ex-Riley, der in den letzten Tagen über den USA gewütet hat, Richtung Biskaya und lenkt im breiten Strom einen Vorstoß subtropischer Warmluft heran. Gleichzeitig ist die Luft feucht, und es kommt zeitweise zu Regen, es ist windig bei Temperaturen um 13 Grad.



Am Sonntag zieht schauerartiger Regen durchs Köllertal, dazwischen gibt es auch Auflockerungen mit etwas Sonne, der Südwestwind weht stark böig. Die Temperaturen steigen auf 14 bis 16 Grad. Am Montag und Dienstag erfolgt die Kaltfrontpassage des Sturmtiefs, bei starker Bewölkung gibt es kräftige Schauer bei Abkühlung auf 8 bis 10 Grad. Zur Wochenmitte erreicht uns die nächste Warmfront eines Atlantiktiefs, die Folge: Regen zieht durch bei Höchstwerten um 12 Grad.

Mit Verlagerung des Tiefdruckschwerpunktes Richtung Skandinavien deutet sich gegen Ende der Woche eine eher nass-kalte Nordwestlage an, es bleibt unbeständig mit Regenfällen, die Temperaturen gehen auf 5 bis 9 Grad zurück. Ein Kaltluftrückfall in den Märzwinter bleibt zwar aus, dennoch wird sich so schnell kein richtiges Frühlingswetter durchsetzen.