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Kommentar
Anwohner können sich wehren

Die Stadt ist dabei, das Viertel rund um den Kieselhumes komplett zuzubauen. Jede freie Fläche wird genutzt, um Häuslebauer anzulocken. Dazu kommen Pläne für ein Gesundheitszentrum. Dass der Verkehr zunehmen wird, kann sich jeder ausmalen. Die Stadt verspricht ein Gesamt-Verkehrsgutachten und verlässliche Zahlen. Da sind wir schon gespannt drauf. Denn die Verwaltung muss einerseits klarmachen, dass der zusätzliche Verkehr und Lärm vertretbar sind. Und sie muss nachweisen, dass „Am Heidenkopf“ das Wasser auch bei starkem Regen noch versickern kann und nicht in die angrenzenden Straßen schießt. Von Markus Saeftel

Die Anwohner können sich wehren. Der Bebauungsplan ist noch lange nicht durch, es ist nur ein „Aufstellungsbeschluss“. Die Bürger sollten ihre Einwände bei der „Offenlage“ vorbringen – ganz egal, ob es um Verkehr oder Artenschutz geht. Auch viele Behörden muss die Stadt anhören. Baudezernent Heiko Lukas versichert, er wolle das neue Wohngebiet nicht gegen die Bürger durchdrücken, sondern vor Ort mit den Anwohnern diskutieren.


Dass Bürgerbeschwerden von der Stadt nicht einfach ignoriert werden können, zeigt das Baugebiet „Ehemaliges SHD-Gelände/Quellenstraße“ quasi in der Nachbarschaft. Das Wohngebiet soll jetzt deutlich kleiner werden. Das zeigt doch, dass die Anwohner etwas bewegen können.