Geburtenzahlen steigen in Saarbrücken

Der Trend ist seit fünf Jahren ungebrochen. Trotzdem liegt die Zahl der Sterbefälle nach wie vor deutlich höher.

1724 Neugeborene gab es voriges Jahr in Saarbrücken. Das waren fast 400 mehr als noch im Jahr 2012 (1348 Kinder). Damit liegt Saarbrücken im deutschlandweiten Trend. Denn seit Jahren steigen die Geburtenzahlen. 2013 kamen in Saarbrücken 1453 Jungen und Mädchen zur Welt, 2014 waren es 1473, und 2015 gab es in der Landeshauptstadt 1549 neue Erdenbürger. Auch die Krankenhäuser bestätigen diese Entwicklung.

Das Caritasklinikum Saarbrücken meldete 2012 für die Krankenhäuser St. Theresia (Rastpfuhl) und St. Josef (Dudweiler) zusammen 1372 Geburten. Im vergangenen Jahr waren es 1601.

Im Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg sind die Geburtenzahlen ebenfalls deutlich gestiegen. Im Jahr 2012 erblickten 852 Kinder das Licht der Welt, im vergangenen Jahr standen 1008 in der Geburtenstatistik des Hauses.

"Die Hebammen stellen fest, dass immer weniger Frauen nach einem sogenannten Wunsch-Kaiserschnitt fragen. Ein Kaiserschnitt erfolgt in der Regel nur dann, wenn es aus medizinischen Gründen nötig wird", teilte das Klinikum mit. Saarlandweit wurden im Jahr 2012 6878 Kinder geboren, im Jahr 2015 waren es 7511. An der Oberen Saar, in der Gemeinde Kleinblittersdorf, sind die Geburtenzahlen in den vergangenen Jahren nahezu konstant geblieben. Im Jahr 2012 gab es 72 Neugeborene, 2013 waren es 85, 2014 74 und 70 im Jahr 2015. Für 2016 liegen noch keine genauen Geburtenzahlen vor.

So positiv die Geburtenzahlen-Entwicklung auch ist, ändert das nichts am Rückgang der Einwohnerzahlen. Deutschland- und saarlandweit sterben immer noch Jahr für Jahr mehr Menschen, als Kinder geboren werden.

In Saarbrücken starben im vergangenen Jahr 2234 Menschen, das sind 685 mehr als geboren wurden (1549). Wie eine Statistik der Stadt Saarbrücken belegt, starben in jedem Jahr seit den 1970er-Jahren im Durchschnitt 770 Menschen mehr, als in der größten Kommune des Saarlandes geboren wurden.