Großrosseln bleibt die Nummer eins

Der SC gewinnt in der Fußball-Verbandsliga das Warndt-Derby gegen den SV Karlsbrunn vor fast 500 Zuschauern mit 2:0.

Der Rahmen stimmte: Knapp 500 Zuschauer wollten das Warndt-Derby in der Fußball-Verbandsliga zwischen dem SC Großrosseln und dem SV Karlsbrunn sehen. Allerdings konnte das Niveau des Spiels mit der stolzen Kulisse in keinster Weise mithalten. Auf dem Hartplatz auf der Nachtweide in Großrosseln war an strukturierten, geschweige denn schönen Fußball nicht zu denken. Am Ende feierte mit Großrosseln am Samstag die glücklichere Mannschaft im Abnutzungskampf zweier Kellerkinder einen 2:0 (1:0)-Sieg.

Es war kaum verwunderlich, dass eine Standardsituation die Gastgeber auf die Siegerstraße brachte: In der 32. Minute fand Dominik Thiel mit einem weiten Einwurf Tony Bretterbauer, der Großrosseln per Kopfball die Führung bescherte. Die Führung erwies sich auf dem holprigen Untergrund, wo vieles dem Zufall geschuldet war, als Gold wert. Kurz vor dem Ende legte Henning Bruxmeier mit einem Lupfer das zweite Tor nach (90. Minute). Dank des dritten Siegs im vierten Spiel nach der Winterpause kletterte der SC Großrosseln in der Tabelle auf Rang zehn und liegt nun sechs Zähler vor dem SV Karlsbrunn, der als Tabellen-14. den ersten Abstiegsrang belegt.

Wer weiß, wie das Derby gelaufen wäre, wenn die Gäste ihre Vorteile zu Beginn des Derby in Zählbares umgemünzt hätten. Roni Ciftci schoss in der neunten Minute auf das Tor von Jan Spenger. Nachdem Großrosselns Schlussmann den vom Boden unberechenbar abspringenden Ball nach vorne abwehren konnte, kam Karlsbrunns Spielertrainer Manuel Haag einen halben Schritt zu spät. Sowohl für Ciftci, der rotgefährdet ausgewechselt wurde (59.), wie auch für Haag endete die Partie vorzeitig. Bretterbauer holte den Spielertrainer von den Beinen (83.). Haag verletzte sich am Knie. Wie schwer, ist noch offen.

Vor dem 0:1 vergab Karlsbrunns Kapitän Robert Gauer eine Chance, als er aus guter Position über das Tor zielte (24.). Nach der Pause lenkte Spenger einen tückischen Fernschuss von Benjamin Niegemann an die Latte (58.). "Es war alles sehr holprig. An Fußball war da kaum zu denken. Es ist bitter, dass wir mit der ersten Chance das Gegentor fangen", sagte Gauer, während SC-Trainer Alexander Stamm zufrieden war: "Der Derby-Sieg ist für Großrosseln eine wichtige Sache. Es war ein enges Spiel. Wenn Karlsbrunn das erste Tor macht, läuft es sicher anders."

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