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Erfolge bei Qualifikationsturnieren
FC und Hellas auf dem Weg zum Masters

Der alte und neue Saarbrücker Stadtmeister: Der FC Rastpfuhl hat in der Brebacher Sporthalle seinen Titel verteidigt. Nach dem Erfolg beim Turnier der AG Saarbrücker Vereine stehen für den Verbandsligisten die Chancen auf die Teilnahme am Masters-Endturnier am 28. Januar sehr gut.
Der alte und neue Saarbrücker Stadtmeister: Der FC Rastpfuhl hat in der Brebacher Sporthalle seinen Titel verteidigt. Nach dem Erfolg beim Turnier der AG Saarbrücker Vereine stehen für den Verbandsligisten die Chancen auf die Teilnahme am Masters-Endturnier am 28. Januar sehr gut. FOTO: Thomas Wieck
Fußball-Verbandsligist Rastpfuhl und Landesligist Bildstock haben große Schritte in Richtung ihrer ersten Teilnahme am Masters-Endturnier gemacht. Sie feierten am Wochenende ebenso Turniersiege wie Saarlandligist Halberg Brebach. Von Philipp Semmler

Turnier der AG Saarbrücker Vereine



Der FC Rastpfuhl hat bei der von der Arbeitsgemeinschaft (AG) Saarbrücker Vereine in der Brebacher Sporthalle veranstalteten Saarbrücker Hallenmeisterschaft (44 Wertungspunkte) seinen Titel verteidigt. Der Verbandsligist setzte sich bei dem Qualifikationsturnier zum Volksbanken-Hallenmasters des Saarländischen Fußball-Verbandes, das knapp 400 Zuschauer sahen, im Endspiel mit 4:3 gegen Saarlandligist SV Bübingen durch.  „Das war eine ganz enge Kiste“, sagt FC-Spielertrainer Christian Puff. Es hatte nach einem souveränen Sieg des Titelverteidigers ausgesehen: Der FC Rastpfuhl führte nach Treffern von Puff, Niko Culum und Christoph Müller mit 3:0. Der SV Bübingen kam auf 2:3 heran. Dann traf erneut Puff. Das 4:2 war die Vorentscheidung. Für Bübingen reichte es nur noch zum 3:4-Anschlusstreffer.

Der FC Rastpfuhl kletterte durch den Erfolg auf Rang vier der Tabelle und darf von der ersten Masters-Teilnahme der Vereinsgeschichte träumen. „Die Chancen sind jetzt gut“, sagt Puff. Seine Mannschaft spielt noch bei den Turnieren des SV Hülzweiler und der SSV Pachten mit. Der Masters-Rekordsieger SV Auersmacher verspielte dagegen durch die 5:6-Niederlage im Viertelfinale nach Siebenmeterschießen gegen Rastpfuhl wohl seine Chance, noch eins der sieben Tickets für das Endturnier zu ergattern.

Bei der Saarbrücker Stadtmeisterschaft kam Rastpfuhls zweite Mannschaft auf Platz vier. Der Kreisligist unterlag im kleinen Endspiel Landesligist FV Bischmisheim mit 2:4. Rastpfuhl II war im Halbfinale an der eigenen ersten Mannschaft gescheitert (1:3). Die Bischmisheimer hatten mit 2:3 gegen den SV Bübingen verloren.

Turnier des SV Saar 05 Saarbrücken 

Saarlandliga-Schlusslicht FSG Bous mischt dank des Erfolges beim Sparda-Bank-Cup des SV Saar 05 Saarbrücken im Rennen um die Masters-Plätze mit. Die FSG setzte sich im Endspiel des Turniers mit der höchsten Wertigkeit (80 Punkte) mit 5:2 gegen Ligakonkurrent SG Lebach-Landsweiler durch. „Wir haben in der Endrunde den Sieg am meisten gewollt. Deshalb haben wir verdient gewonnen“, erklärt FSG-Spielertrainer Sammer Mozain. Im Endspiel brachte Robin Beck seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Lebach-Landsweiler glich durch Thomas Zimmermann postwendend aus. Doch dann spielte nur noch Bous: Bilal da Luz, Nordine Acharid und Lukas Feka mit einem Doppelpack sorgten für die 5:1-Führung. Lebach-Landsweiler konnte durch Zimmermann nur noch auf 2:5 verkürzen. Die SG kann aber trotz der Final-Niederlage mit nun 114,35 Punkten für das Masters-Endturnier am 28. Januar in der Saarlandhalle planen.

Gastgeber und Titelverteidiger Saar 05 war beim eigenen Turnier in der Saarbrücker Joachim-Deckarm Halle im Halbfinale an Bous gescheitert. Der Oberligist verlor mit 4:6 nach Siebenmeterschießen. Jannik Schliesing rettete Saar 05 zwei Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit seinem 3:3-Ausgleichstreffer in die Verlängerung. Dort fielen keine Treffer.  Im Siebenmeterschießen war er dann der Pechvogel – Schliesing schoss an der Latte. Im Siebenmeterschießen verloren die Gastgeber anschließend auch das Spiel um Platz drei – mit 5:6 gegen Saarlandligist SV Auersmacher. „Jetzt wird es wohl nichts mehr mit einer Masters-Teilnahme“, erklärt Frank Seibert, der Vorsitzende von Saar 05 Saarbrücken.

Auersmacher hatte im Viertelfinale Oberligist Eintracht Trier mit 5:1 bezwungen, unterlag dann aber im Halbfinale Lebach-Landsweiler mit 3:4 nach Siebenmeterschießen. Im Viertelfinale scheiterte der Saarlandligist SC Halberg Brebach. Noch früher war das Turnier für Saarlandlig SV Bübingen beendet. Der SV scheiterte in der Zwischenrunde des Turniers, das knapp 1350 sahen.

Turnier der FSG Schiffweiler

Riesenjubel bei Landesliga-Tabellenführer Hellas Bildstock. Beim Alte-Leipziger-Cup der FSG Schiffweiler (50 Wertungspunkte), zu dem knapp 500 Zuschauer kamen, feierte der Achtligist seinen dritten Turnier-Sieg in diesem Winter – und kletterte wieder auf einen Qualifikationspatz. Trainer Michel Cimini sagt: „Jetzt ist die Chance zum Masters zu fahren da – und die wollen wir auch unbedingt nutzen.“ Bei den Turnieren von Borussia Neunkirchen und der DJK St. Ingbert hat seine Mannschaft noch dir Chance, Punkte zu sammeln.

Im Endspiel in Schiffweiler fertigte die Hellas den gastgebenden Verbandsligisten SG Schiffweiler-Landsweiler/Reden mit 5:0 ab. Kevin Staub steuerte zwei Treffer bei, die weiteren Tore erzielten Mirco Zavaglia, Lukas Schweitzer und Julian Kriesch. „Unser Halbfinal-Sieg gegen die Spvgg. Quierschied hat viel Kraft gekostet, deshalb konnten wir im Endspiel nicht mehr so dagegenhalten, wie wir es uns gewünscht hätten. Der Sieg von Bildstock war deshalb hochverdient“, sagte SG-Spielertrainer Sascha Neumann.

Dank der in der Schiffweiler Mühlbachhalle ergatterten Punkte konnte auch Saarlandligist Quierschied wieder auf einen Qualifikationsplatz klettern. Im kleinen Finale siegte Quierschied mit 3:0 gegen Verbandsligist SV Bliesmengen-Bolchen. Im Halbfinale hatte die Mannschaft von Trainer Pascal Bauer mit 3:4 gegen die Gastgeber verloren. Eng ging es auch im zweiten Halbfinal-Spiel zu: Dieses gewann Bildstock dank eines Treffers von Staub kurz vor Schluss mit 1:0.

Turnier des VfB Dillingen

Der SC Halberg Brebach hat den Titel beim höchstdotierten Turnier am vergangenen Wochenende geholt. Die Brebacher gewannen den Pink & Wagner-Cup des VfB Dillingen in der Sporthalle West (62 Wertungspunkte). Der SC, der erst 3,9 Zähler gesammelt hatte, setzte sich im Finale gegen die Gastgeber durch. Halberg gewann das Duell der Saarlandligisten mit 3:1.

„Dass wir hier gewonnen haben,  ist für mich eine Riesenüberraschung“, sagte Brebachs Routinier Sascha Arand: „Wir hatten gerade einmal zwei Auswechselspieler zur Verfügung. Unter diesen Umständen hätte ich nicht gedacht, dass wir überhaupt bis ins Endspiel kommen. Hut ab vor der Leistung von jedem einzelnen unserer Spieler.“ Seine Mannschaft spielte während des gesamten Turniers mit einem fliegenden Torwart – und das war im Finale der Schlüssel zum Sieg. „Damit sind wir nicht zurechtgekommen“, sagte Dillingens Vorsitzender Josef Schya. Ogün Tatli hatte Brebach  mit 1:0 in Führung gebracht. Matthias Krauß glich zwar postwendend für den VfB aus, doch dann war wieder der SC Halberg an der Reihe. Arand traf zum 2:1, und Tatli machte mit dem 3:1 den Sack zu.

Zu dem Zeitpunkt waren die Spieler von Titelverteidiger FV Diefflen bereits unter der Dusche. Der Oberligist musste sich im Viertelfinale Landesligist SG Körprich-Bilsdorf mit 6:7 nach Siebenmeterschießen geschlagen geben. Zwei weitere Begegnungen der Runde der letzten Acht wurden ebenfalls erst im Siebenmeterschießen entschieden. Brebach siegte spektakulär mit 18:17 gegen Oberligist Saar 05. Bitter für die 05er: In der regulären Spielzeit führte Saar 05 bis 90 Sekunden vor Schluss mit 3:1, dann traf Arand noch zwei Mal für die Brebacher.

Saarlandligist FV Schwalbach verlor sowohl das Halbfinale (0:5 gegen Dillingen), wie auch das Spiel um Platz drei (4:5 gegen Körprich-Bilsdorf). Körprich-Bilsdorf unterlag im Halbfinale des Turniers, das fast 800 Zuschauer sahen, Brebach mit 8:9 nach Siebenmeterschießen.

Dillingens Hassan Srour (hinten) schaut Sascha Arand zu. Brebach gewann das Finale gegen den VfB mit 3:1 – auch dank eines Treffers von Arand.
Dillingens Hassan Srour (hinten) schaut Sascha Arand zu. Brebach gewann das Finale gegen den VfB mit 3:1 – auch dank eines Treffers von Arand. FOTO: Achim Thiel / Thiel Achim
Die Bildstocker zeigen es mit ihren Fingern an: Die Hellas gewann in Schiffweiler und feierte ihren dritten Turnier-Sieg in dieser Hallensaison.
Die Bildstocker zeigen es mit ihren Fingern an: Die Hellas gewann in Schiffweiler und feierte ihren dritten Turnier-Sieg in dieser Hallensaison. FOTO: Peter Franz