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Wo bleiben die Hipos für Dudweiler?

Dudweiler/Saarbrücken. "Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Landeshauptstadt wird in den kommenden Wochen in bestimmten Gebieten schärfer kontrollieren." Das kündigte vor wenigen Tagen die Stadt-Pressestelle an. Mit dem Hinweis, dass Verstöße rigoros geahndet werden. Man werde insbesondere in der Saarbrücker Bahnhofstraße, am St Von SZ-Redakteurin Michèle Hartmann

Dudweiler/Saarbrücken. "Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Landeshauptstadt wird in den kommenden Wochen in bestimmten Gebieten schärfer kontrollieren." Das kündigte vor wenigen Tagen die Stadt-Pressestelle an. Mit dem Hinweis, dass Verstöße rigoros geahndet werden. Man werde insbesondere in der Saarbrücker Bahnhofstraße, am St. Johanner Markt und in den angrenzenden Seitenstraßen Ausschau nach Müllsündern halten und beim Feststellen von Verstößen Bußgeldverfahren einleiten. Wer beispielsweise eine Zigarettenkippe achtlos auf den Boden wirft, müsse mit einem Bußgeld in Höhe von 15 Euro rechnen. Weitere Schwerpunktkontrollen - unter anderem am Staden und in Malstatt - sollen in den kommenden Wochen folgen. Was aber ist mit Dudweiler?, fragt man sich bei solchen Mitteilungen. Lässt der Saarbrücker Ordnungsdienst den Stadtbezirk mit seinen knapp 30 000 Einwohnern einfach links liegen? Auch hier sehnen sich viele Bürger nach mehr Sauberkeit und Ordnung. Auf Anfrage erklärt dazu Stadtpressesprecher Thomas Blug: "Die angekündigten Schwerpunktkontrollen führt unser Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) in Bereichen durch, in denen überdurchschnittlich viele Sauberkeitsdelikte festgestellt werden. Dudweiler gehört nicht zu diesen Gebieten. Dort wird der KOD aber auch künftig im Rahmen seiner regulären Kontrollen vor Ort sein." Und wenn wir schon mal beim Thema Sauberkeit und Ordnung sind, so gibt es noch eine zweite drängende Frage an die Saarbrücker Rathaus-Adresse. Nämlich die, was aus dem Versprechen im vergangenen Jahr geworden ist, mehr Hilfspolizisten nach Dudweiler zu entsenden, um den ruhenden Verkehr zu kontrollieren. Insbesondere in der Trierer Straße und in der Saarbrücker Straße sehen da viele Bürger erhöhten Bedarf. Dazu Stadt-Pressesprecher Blug: "Im September 2008 wurden acht neue Außendienstmitarbeiter bei der städtischen Verkehrskontrolle eingestellt, so dass wir seither in diesem Bereich 20 Stellen besetzt haben. Nachdem die neuen Mitarbeiter in den ersten sechs Wochen geschult wurden, sind sie seit November im gesamten Stadtgebiet im Einsatz." Das Aufstocken des Personals habe zu einem deutlichen Anstieg der ausgestellten Verwarngelder geführt: "Waren es zuvor im Schnitt 500 bis 600 Parkvergehen, die pro Tag im Stadtgebiet festgestellt wurden, so registrieren wir heute zwischen 700 bis 1000 Verwarngelder pro Tag." Die äußeren Bezirke Saarbrückens, sagt Blug, würden von Außendienstmitarbeitern mit dem Auto abgefahren. Aufgrund des zuvor existierenden Personalengpasses habe dies nicht immer im vollen Umfang geschehen können. Da durch das Aufstocken des Personals inzwischen aber das ständige Abfahren der äußeren Bezirke möglich sei, könne auch in Dudweiler stärker als bislang kontrolliert werden.