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Ärztin stirbt bei Bluttat in Dudweiler

Bei einer Schießerei in einer Dudweiler Arztpraxis ist am Freitagmorgen (13.03.2015) eine Ärztin getötet worden.Location:Saarbrücken
Bei einer Schießerei in einer Dudweiler Arztpraxis ist am Freitagmorgen (13.03.2015) eine Ärztin getötet worden.Location:Saarbrücken FOTO: Becker&Bredel
Dudweiler. In einer Arztpraxis in Saarbrücken ist am Freitag eine Frau erschossen worden. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter nach kurzer Flucht in Tatortnähe fest, wie ein Sprecher sagte. Johannes Schleuning

Eine 52-jährige Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie ist heute Morgen gegen 11 Uhr in einer Praxis in Dudweiler von einem ehemaligen Patienten erschossen worden. Zehn weitere Patienten und Praxismitarbeiter werden Zeugen des Attentats. Der 44-jährige mutmaßliche Täter aus Quierschied flüchtet, wird aber kurze Zeit später von der alarmierten Polizei noch in der Nähe der Praxis verhaftet. Die Tatwaffe hat er in einen öffentlichen Mülleimer geworfen. Sie wird von den Beamten sicher gestellt. Die Patienten und Praxismitarbeiter stehen unter Schock. Sie werden von Polizeiseelsorgern betreut. Niemand kann die Tat fassen. Warum der 44-Jährige die Ärztin erschossen hat, ist unklar. Er gilt als "psychisch auffällig", teilt die Polizei mit.
Die 52-jährige Medizinerin, die die Praxis im Zentrum von Dudweiler gemeinsam mit zwei Ärzten betrieb, hatte sich unter anderem auf die Behandlung von Epilepsie, Nervenschädigungen, Angst- und Zwangsstörung sowie Depressionen und Alkoholkrankheiten spezialisiert. Sie hat in den 80er Jahren an der Universität des Saarlandes studiert und später an mehreren Kliniken sowohl im Saarland als auch in Frankfurt/Main gearbeitet.
Am Freitagmorgen stirbt sie noch am Tatort an den Folgen der Schussverletzungen. Der 44-jährige mutmaßliche Täter hat mit einer 9-Millimeter-Pistole mehrere Schüsse auf sie abgegeben. Nach seiner Verhaftung wird er in Polizeigewahrsam genommen. Er soll medizinisch begutachtet werden. Die Leiche der Ärztin wird derweil zur Obduktion in die Uniklinik nach Homburg gebracht.