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Quelle an Inspirationen zum Selbermachen

Herrensohr. Schöne Ideen zum Osterschmuck, aber auch für andere Gelegenheiten gab es in der TuS-Halle am Sonntag. Aber natürlich konnten die Besucher auch fertige Ware kaufen. Patric Cordier

Schon am Sonntagvormittag herrschte regelrechter Besucheransturm auf die Hobbyausstellung in der TuS-Halle in Herrensohr . Mit bunten Frühlingsboten in Form von farbenfrohen Gestecken fürs bevorstehende Osterfest sowie mit niedlichen Häschen und Vögelchen waren die Aussteller an einigen Ständen sozusagen am Puls der Zeit.

In mehrfachem Sinne "von gestern" schien der nicht weniger bunte Stand von Bianca Lange. Die 27-Jährige zeigte aber, dass Häkeln und Wollmützen nicht unbedingt etwas mit Oma und Weihnachten zu tun haben müssen. "Ich habe es in der Schule gelernt und dann irgendwann mal wieder damit angefangen. Erst nur für Freunde und Bekannte, mittlerweile ist es ein richtiger Nebenverdienst", erzählt die hauptberufliche Hundetrainerin, die seit 2013 unter dem Namen "Mützendealer" ihr eigenes Label betreibt: "Ich bin richtig häkel-süchtig." Mittlerweile braucht sie für eine Mütze je nach Modell kaum mehr als eineinhalb Stunden.

In knapp zwei Minuten entstehen in den geübten Händen von Silvia Schneider wunderschöne Ringe aus Aluminium-Schmuck-Draht. "Der ist frei von Nickel und Cadmium. Das ist mir sehr wichtig", sagt die Wiebelskirchenerin. Zur Festlegung der Ringgröße wird der Draht zunächst um einen Stab gewickelt, dann sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. "Irgendwie gibt der Draht schon vor, wie er geformt werden möchte", beschreibt Silvia Schneider den künstlerischen und handwerklichen Prozess, "wichtig ist, dass die Enden gut verarbeitet sind, damit sich der Ring nicht mehr öffnet und nicht piekst."

Zwischen 30 und 50 Mal im Jahr gestochen werden Alexandra und Patrick Kontz bei ihrem Hobby . "Bei einem Vortrag bei der Volkshochschule wurde unser Interesse an der Imkerei geweckt", erzählt Alexandra, "mittlerweile sind wir auf den Geschmack gekommen und haben 30 Bienenvölker." Und wer denkt, Honig ist gleich Honig , der wird beim Probieren eines Besseren belehrt. Denn neben den süßen Blütenhonigen gibt es den fast schon malzigen Tannenhonig oder kräftigen Honig der Edelkastanie. Jüngste Schreckensmeldungen, dass über ein Drittel der Bienenvölker in Deutschland den Winter nicht überlebt haben, können die Hobby-Imker nur in Teilen bestätigen. "Es ist ein natürlicher Vorgang, dass einige Völker nicht über den Winter kommen. Der frühe Frühling im letzten Jahr hat dazu leider die Ausbreitung der Varroamilbe unterstützt", berichtet Patrick vom heimtückischen Parasiten, der Bienen und Imkern schwer zu schaffen macht.

Mit dem Wachs der Bienen kann Encaustic-Künstler Helmut Hartmann aber wenig anfangen. "Encaustic ist eine 3000 Jahre alte Technik des Malens mit heißem Wachs", erklärt Hartmann, "die Griechen haben mit Wachs ihre Schiffe abgedichtet. Und damit die dann auch schön bunt sind, hat man irgendwann Farbpigmente dazu gemischt". Hartmann verwendet spezielle Künstlerwachse, arbeitet mit einer Art "Bügeleisen", der Heißluftpistole oder dem Lötkolben. In Sekunden entstehen Landschaften, Meere aber auch Blumen und Tiere und können schon mit dem nächsten Einsatz des heißen Eisens ganz anders aussehen.

Das bunte Angebot der Herrensohrer Hobby-Ausstellung war also einmal mehr nicht nur eine reine Verkaufsschau, sondern auch eine Quelle an Inspirationen zum selber machen.