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Mehr Geld fürs Tierheim
Auch Grüne wollen mehr Geld fürs Tierheim

Die Betreuung ausgesetzter Katzen ist nur eine von vielen Aufgaben, die Tierschützer den Kommunen abnehmen.
Die Betreuung ausgesetzter Katzen ist nur eine von vielen Aufgaben, die Tierschützer den Kommunen abnehmen. FOTO: BUB / Becker&Bredel
Regionalverband. Politiker fordert einen Vertrag des Tierschutzvereins mit dem Regionalverband Saarbrücken und den zugehörigen Kommunen.

(red/ole) Wegen der ständigen Geldprobleme des Bertha-Bruch-Tierheims fordern die Grünen von den Kommunen angemessene Zuschüsse für das Heim. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Regionalverband, Patrick Ginsbach, ist für einen Konsortialvertrag zwischen dem Regionalverband und den zugehörigen Kommunen. Einen solchen Vertrag strebt ebenfalls der Landestierschutzbeauftragte Hans-Friedrich Willimzik an (SZ vom 13. Dezember). Er will, dass das Bertha-Bruch-Heim künftig einen erheblichen Teil der Kosten von den umliegenden Kommunen erhält.



Grünen-Politiker Ginsbach verlangt wie der Veterinär Willimzik eine „tragfähige Lösung“. Der Saarbrücker Tierschutzverein erfülle mit dem Bertha-Bruch-Tierheim eine wichtige kommunale Aufgabe, indem er Fundtiere aufnimmt – und dies größtenteils finanziert aus privaten Spenden oder Erbschaften. Hinzu komme die fast ausschließlich ehrenamtlich geleistete Arbeit im Heim. Ohne mehr Geld von den Kommunen gehe es dennoch nicht, sagt Ginsbach. Der Regionalverband und die Kommunen dürften sich nicht aus der Verantwortung stehlen.

Für Ginsbach steht fest: „Die Kommunen sind für eine tierschutzgerechte Unterbringung und Versorgung von Fundtieren verantwortlich. Wenn sie schon kein eigenes Tierheim betreiben wollen, müssen sie zumindest ihrer Verantwortung nachkommen und für eine angemessene Ausstattung des Bertha-Bruch-Heims sorgen.“

 Diese Finanzierung könne ein Konsortialvertrag zwischen dem Regionalverband und den zugehörigen Kommunen sicherstellen. Ginsbach: „Das Bertha-Bruch-Tierheim könnte sich vertraglich zur Aufnahme von Tieren aus dem Regionalverband verpflichten, wenn im Gegenzug Regionalverband und Kommunen pro Einwohner und Jahr ausreichende Mittel für Unterkunft und Versorgung der Fundtiere zur Verfügung stellen. Der Regionalverbandsdirektor und die Bürgermeister müssen zügig einen entsprechenden Vertrag vorbereiten.“ Der Landestierschutzbeauftragte erwartet einen solchen Vertrag für 2018.