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Trotz mittelprächtiger Geschäfte gab es viele frohe Gesichter

Trotz mittelprächtiger Geschäfte gab es viele frohe Gesichter

Die Stände mit allerlei Krimskrams waren beim Hasseler Flohmarkt schon einmal dichter gedrängt als am Samstag. Der guten Laune unter Händlern und Besuchern tat das ein „bisschen weniger“ aber keinen Abbruch.

. Jedes Jahr am Freitag vor dem dritten Septemberwochenende werden in Hassel ganz besondere Vermessungsarbeiten vorgenommen, denn dann werden die Bereiche auf dem Markt, der Schulstraße und "In der Dell " markiert, an denen am nächsten Morgen die Flohmarktstände aufgebaut werden. So auch am Ende der vergangenen Woche, als noch viele potenzielle Teilnehmer sorgenvoll auf die Wetter-App des Handys oder den Wetterbericht in den Medien schauten. Viele hatten sich vorgenommen, zum Kauf oder Verkauf nach Hassel zu kommen, doch trotz, oder gerade wegen des guten Wetters, kamen weniger als erwartet.

Dort, wo sich sonst Anbieter drängeln, waren diesmal noch Plätze an begehrten Stellen frei. Aber das macht eben diesen Flohmarkt auch aus, bei dem man sich nicht wochenlang vorher anmelden muss. Davon wolle man derzeit auch nicht abrücken, sagte Ortsvorsteher Markus Hauck. In manchen Jahren habe man Mühe, alle Stände unterzubekommen, in anderen wiederum weise der Flohmarkt eben Lücken auf. Doch das störte eingefleischte Hasseler Flohmarktliebhaber nicht, die sich nicht nur mit Sonnenmilch, Regenschirm und Pavillons für jedes Wetter gewappnet hatten, sondern mit Freunden, ihren Kindern oder Partnern im Schlepptau keine Langeweile fürchten mussten.

Man tauschte sich mit seinem Gegenüber über andere Secondhand-Märkte der Region aus und war doch unisono der Meinung, dass der Hasseler einer der schönsten, familiärsten und wohl mit Abstand auch einer der billigsten ist. Die Standgebühr mit drei Euro pro laufendem Meter ist kaum zu toppen. Man wolle auch keinen Gewinn damit machen, sondern die Kosten für das "Hasseler Blädche" herausbekommen, so Hauck. Das Geschäft seines Lebens wird am Samstag sicher keiner der Anbieter auf dem Hasseler Flohmarkt gemacht haben, doch darum geht es auch bei der einmal im Jahr stattfindenden Veranstaltung nicht. Meist sah man trotzdem frohe Gesichter. Auf die Frage "Na, wie lief's bei euch?", gab ein St. Ingberter die Antwort, dass es schon schlechter gewesen sei. Mit solch einer positiven Einstellung kamen viele Flohmarkt-Beschicker dorthin. Ging es doch mehr um das Flair und das Gemeinschaftsgefühl.

Gut verkauft wurden an einem Tisch Geschirr, Gläser und CD's, während sich nebenan ein kleines syrisches Mädchen über eine Puppe freute. Ihre Eltern fühlten sich sichtlich wohl inmitten des bunten Treibens und der Papa hatte nicht nur Spaß beim Verhandeln über den Preis des Spielzeuges, sondern auch noch Erfolg damit. Einem Verkäufer von Angler-Zubehör gingen ebenfalls Interessenten an den Haken, ein Stück weiter bot ein Vater-Tochter-Gespann Kleidung und im Kinderzimmer nicht mehr Gebrauchtes zum Kauf an. Hier sollten ein paar auf einer Straßenabsperrung drapierte Kleidungsstücke Werbung machen und den Kaufanreiz erhöhen. Spaß hat den Beteiligten das Feilschen gemacht. Nun beginnt wieder das Sammeln von allerlei Verkaufsobjekten für nächstes Jahr.