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40 Jahre Schiedsrichtergruppe St. Ingbert

40 Jahre Schiedsrichtergruppe St. Ingbert

Ohne sie läuft beim Fußball nichts: ohne die Unparteiischen in Schwarz. In der Oberwürzbachhalle wurde nun ausgiebig die 40-Jahr-Feier der St. Ingberter Schiedsrichtergruppe begangen. Neben Ehrungen gab es auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

. Ohne Schiedsrichter kein Fußball . Das klingt banal - ist aber richtig. Oberbürgermeister Hans Wagner traf mit dieser Einschätzung am Freitagabend passenderweise ins Schwarze. Der Schirmherr wies bei der 40-Jahr-Feier der Schiedsrichtergruppe St. Ingbert in der Oberwürzbachhalle ferner darauf hin, dass dieses Hobby nicht vergnügungssteuerpflichtig sei. Und er sah da durchaus die eine oder andere Parallele zur Kommunalpolitik. Auch der weitere Schirmherr, Stefan Ricci, brachte den Herren in Schwarz eine gute Nachricht. Die Kreissparkasse Saarpfalz in St. Ingbert wird die Jugendstadtmeisterschaft auch beim nächsten Mal unterstützen, verkündete der Filialdirektor. Diese Veranstaltung ist das zweite Geburtstagskind. Die Meisterschaft fand dieses Jahr bereits zum 15. Mal statt. 65 Jugendmannschaften nahmen hieran teil.

Fußball sei mehr als nur das 1:0, so Heribert Ohlmann. Der Verbandsschiedsrichterobmann bemühte zur Gratulation der St. Ingberter Gruppe den Slogan des Verbandes. 53 Schiedsrichter und fünf Ehrenschiedsrichter gehören der St. Ingberter Schiri-Gruppe aktuell an. Sie kommen nicht nur aus der Mittelstadt, sondern stammen auch aus Ortsteilen von Mandelbachtal und Blieskastel. Darauf wies ihr Obmann Michael Spang hin. Das hat historische Gründe. Der Saarländische Fußballverband (SFV) entschloss sich 1973, die Struktur des Schiedsrichterwesens im Land zu ändern.

Die zu groß gewordene Schiedsrichtergruppe Blies wurde im September 1976 zweigeteilt. Aus ihr ging die St. Ingberter Gruppe hervor, die in Spitzenzeiten bis zu 80 Mitglieder hatte. Erster Obmann war Günter Ricke, dem drei Jahre später Willi Klam und 1983 Jörg Kemmerle folgten. Stefan Zentz und Michael Spang übernahmen danach die Führung. Letzterer zunächst kommissarisch, ehe er 2011 offiziell Obmann wurde. Auch sportlich kann sich die Bilanz sehen lassen: 1996 erster Saarlandmeister überhaupt, 2010 Ostsaar- und Vize-Saarlandmeister und 2016 Vize-Ostsaarmeister.

Mit einem bunten Programm haben die "Dengmerter" Schiedsrichter bis spät in die Nacht gefeiert. So gab es Tänze des DNZ-Funkenmariechens Luisa Welsch ebenso zu sehen, wie ihren gemeinsamen Paartanz mit Alexander Wenz. Für Spaß und Spannung sorgte Zauberkünstler Daniel Theobald.

Obmann Michael Spang und Kreisschiedsrichterobmann Klaus Weber ehrten mehrere Unparteiische für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Gruppe und ernannten zwei Herren zu Ehrenschiedsrichtern. Ehrungen erhielten: Samet Yarar (fünf Jahre), Sebastian Ikas, Frank Lampel und Oliver Gres (alle zehn Jahre), Michael Spang (15 Jahre), Hans-Jochen Moscherosch (30 Jahre) und Norbert Bastian (50 Jahre). Manfred Müller und Stefan Welsch wurden zu neuen Ehren-Schiedsrichtern ernannt.