Letzter Vorhang gefallen

92 Zehntklässler der Albertus-Magnus-Realschule haben am Freitagabend in der Stadthalle einen furiosen Schlussstrich unter ihre Zeit Auf der Mess gezogen. Die einstudierten Vorstellungen der vier Klassen haben dem Abend die Krone aufgesetzt.

Es war der Abend, auf den die Schüler sechs Jahre lang hingefiebert hatten - dann war um 22.54 Uhr, nach rund drei Stunden, alles vorbei. Thomas Bonerz, Leiter der Albertus-Magnus-Realschule, sprach in diesem Moment die offizielle Verabschiedung aus, gab den Schülern die erdenklich besten Wünsche mit auf ihren zukünftigen Weg und ermutigte sie dazu, ihre Träume wahr werden zu lassen. In seiner Rede zu Beginn des Abends wählte Bonerz noch eindringlichere Worte. "Entwicklung geht immer nur dann, wenn man sich auf das zurückbesinnt, wo man herkommt."

Dass die 10a von Klassenlehrer Fernand Redler sich genau das zu Herzen nahm, konnte Bonerz nicht ahnen. "Sechs erlebnisreiche Jahre" lautete der Titel des kleinen Bühnenprogramms, mit der die Schüler die Marotten ihrer Lehrer, mit denen sie viele Jahre zusammen arbeiten mussten - oder durften -, aufs Korn nahmen.

Die 10b zeigte vor den Augen ihrer Klassenlehrerin Gaby Adams, den Parallelklassen, Eltern, Großeltern und Geschwistern eine optisch brillante und sportliche Schwarzlicht-Show. Anni Eckers nun ehemalige 10c griff zu einem Klassiker für solche Anlässe und tanzte sich durch die Jahrzehnte. Egal ob 60er, 70er, 80er oder 90er: Kleidung, Musik und Tanzstil waren natürlich entsprechend zeitgemäß. Dass sich Schüler einer katholischen Schule verabschiedeten, zeigte die 10d von Steffi Klär mit ihrer Interpretation des Kirchenliedes "Halleluja". In weißen Gewändern standen die Schüler still da, hielten die einzelnen Silben synchron zum Gesang in die Höhe - eine nette Idee.

Zur weiteren Unterhaltung trug die Boomwhacker-AG einen Teil bei, die Chor-AG sang drei Lieder, obendrauf gab es eine Szene aus dem Musical "free@heart", das Schüler und Lehrer im Frühjahr dieses Jahres selbst geschrieben und komponiert haben. Damit war die Kreativität der AMR-Schüler längst nicht erschöpft, wie das offizielle Abschluss-T-Shirt beweist. Auch wenn das bei Vielen für immer im Kleiderschrank verschwinden wird - der Spruch "Am Anfang war die Tüte" hatte schon was.

Es war ein starker Jahrgang, der der Albertus-Magnus-Realschule nun den Rücken gekehrt hat. Von den 92 Schülern qualifizierte sich mehr als die Hälfte für die gymnasiale Oberstufe. Konrektorin Renate Ulmcke drückte deshalb auch im Namen der Eltern und Lehrer ihren Stolz aus.

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Auf einen BlickAn die Zeugnisvergabe schloss sich die Ehrung der Schüler an, die Herausragendes geleistet haben. Als beste Schüler ihrer Klassen wurden Valentin Klöckner (10a), Yannick Altherr (10b), Lea Conen (10c) und Elena Stolz (10d) ausgezeichnet. Caroline Schnepp wurde vom Förderverein als Zweitbeste des A-Kurses ausgezeichnet, Dennis Sacharov erhielt als bester Schüler des Jahrgangs einen Gutschein der Stadt St. Ingbert. Für ihr außerschulisches Engagement ehrte die Schule Robin Gutendorf und Annalena Geib. Yvonne Kleinbauer bekam einen Scheck von der Kreissparkasse für ihren Einsatz in der Boomwhacker-AG. Für ihre Teilnahme am Compassion-Projekt der Schule wurden geehrt: Isabell Breuer, Marie Kempf, Céline Krämer, Sabrina Lukas, Lisa Mohr, Nadine Neuheisel, Vanessa Roth, Mona Bastian, Jana Faßbender, Christin Mackert, Anna-Lena Boutwell, Lea Conen, Michelle-Marie Eich, Carolin Fuhrmeister, Michelle Klehr, Saskia Klein, Yvonne Kleinbauer, Julia Schneider, Thomas Balbier, Michelle Gottesleben, Christina Klos, Elena Stolz und Johanna Tschöpe. obe

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