Kinowerkstatt zeigt zwei Komödien

Schwermut ist der Kinowerkstatt in diesen Tagen fern. Mit zwei erfolgreichen Komödien bestreiten die St. Ingberter Filmfreunde die nächsten Tage, darunter die US-Produktion „American Hustle“.

. Zehn Oscar-Nominierungen gab es für den amerikanischen Film "American Hustle", den die Kinowerkstatt an diesem Wochenende zeigt. "American Hustle" von Regisseur David O. Russell ist eine hinreißend aberwitzige Komödie und läuft am Freitag, 2. Mai, um 19 Uhr und 21.45 Uhr, am Samstag, 3. Mai, um 20 Uhr, sowie am Montag, 5. Mai, um 20 Uhr. Auf den ersten Blick ist "American Hustle" eine überdrehte Gangsterkomödie in treffsicher ausgesuchten Siebziger-Jahre-Kostümen. Auf den zweiten Blick handelt dieser bemerkenswert witzige und zugleich anrührende Film von Liebe, Freundschaft, Vertrauen und Betrug - und dem manchmal schmerzhaften Zusammenhang zwischen ihnen.

"Die Leute sehen, was sie sehen wollen", sagt der Held der Geschichte, der Schwindler Irving Rosenfeld, an einer Stelle. Er besitzt eine Kette von Textilreinigungsläden, aber nebenher verkauft er gefälschte Kunstwerke und vermittelt zwielichtige Kredite. Rosenfeld ist ein von Herzen unehrlicher Mann, aber durchaus kein schlechter Kerl. Christian Bale spielt ihn mit einer beeindruckenden Wampe. Wir lernen Irving kennen, als er sich gerade vor dem Spiegel eines New Yorker Hotels sein unzuverlässiges Haarteil auf den kahlen Schädel klebt, um sodann sorgsam das Resthaar darüberzukämmen: Vorbereitungen für den nächsten Betrug. Seine Partnerin, Sydney Prosser (Amy Adams in atemberaubenden Kleidern), ist eine ehemalige Stripperin, die sich nun als englische Adlige mit besten Verbindungen zur Londoner Finanzwelt ausgibt.

Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt anlässlich der Aufführung der Komödie von Nick Whitby am saarländischen Staatstheater jetzt in zwei Vorstellungen das Original: "Sein oder Nichtsein" (USA 1942, von Regisseur Ernst Lubitsch mit Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack und Felix Bressart, am Sonntag, 4. Mai, um 20 Uhr, sowie am Montag, 5. Mai, um 18 Uhr zu sehen. Ernst Lubitsch hat mit "Sein oder Nichtsein" eine wunderbar schwarze Filmkomödie geschaffen, die vor Charme und Pointenreichtum sprüht, aber nie vergessen lässt, was außerhalb des Polski Theaters geschieht. Der Versuch der Schauspieltruppe, unter größter Lebensgefahr in billigen Nazi-Kostümen die Gestapo hinters Licht zu führen, ist bei aller Bitterkeit angesichts der historischen Ereignisse ein Plädoyer für die Kraft des Widerstandes.