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Fenster stürzt aus Verankerung auf den Schulhof

Fenster stürzt aus Verankerung auf den Schulhof

Glück im Unglück hatten am Montagmittag Schüler und Lehrer des Albertus-Magnus-Gymnasiums. Das Fenster eines Klassenraums stürzte ohne Fremdeinwirkung in die Tiefe. Verletzt wurde niemand. Jetzt wird die Ursache gesucht.

St. Ingbert. Schrecksekunde für Schüler und Lehrer des Albertus-Magnus-Gymnasiums: Am frühen Montagmittag klirrte es plötzlich während der sechsten Unterrichtsstunde auf dem Schulhof an der Neuen Meßstraße, ein Fenster fiel aus dem Rahmen im vierten Stockwerk und stürzte in die Tiefe. Verletzt wurde niemand. "Man hat es ordentlich scheppern gehört, obwohl wir auf der anderen Seite des Gebäudes waren", schildert Schüler Luca Meyer. Niklas Kastel beobachtete das Schauspiel aus dem Klassenzimmer der darunter liegenden Etage und traute seinen Augen nicht. "So etwas habe ich noch nie erlebt." Vincent Möller aus der zehnten Klasse ist sich sicher: "Wäre das in der Pause passiert, wäre es wohl nicht so glimpflich ausgegangen."

Alle Fenster werden geprüft

Schulleiter Hans-Georg Ochs sprach von einer bösen Überraschung. Eine Erklärung, wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte, hatte er auch nicht. "Uns war kein Defekt bekannt, aber wir werden das jetzt prüfen lassen - genauso wie alle weiteren Fenster." Ochs vermutet einen Materialfehler, auch weil das Fenster im Moment des Vorfalls niemand berührt habe. Die Fenster am Gebäude des Albertus-Magnus-Gymnasiums werden beim Öffnen nicht gekippt, sondern gedreht. Bolzen halten sie oben und unten in der Verankerung. Ihr Alter schätzt der Schulleiter auf etwa 40 Jahre. "Wir sind heilfroh, dass außer dem Materialschaden nichts passiert ist. Als katholische Privatschule würde ich sagen: Wir haben einen guten Schutzengel gehabt."

Die Schüler gehen mit ihren Gedanken in eine ganz andere Richtung. Der Zehntklässler Nicolas Meyer hofft, dass das bestehende Handy-Verbot nun gelockert werde. "Wie sollen wir denn sonst melden, wenn etwas passiert ist?" obe