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Familienzentrum ersetzt Parkplatz und Verlagsdruckerei

Familienzentrum ersetzt Parkplatz und Verlagsdruckerei

Oberbürgermeister Hans Wagner hat in der Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses am Mittwochabend jetzt auch im Namen der Stadt bekannt gegeben, dass das Familienhilfezentrum des Saarpfalz-Kreises auf dem Parkplatz neben der früheren Westpfälzischen Verlagsdruckerei (WVD) neu gebaut wird (wir berichteten). Nur genannt werden soll es in St.

Ingbert nicht so. Die Bezeichnung "Familienzentrum" klinge einfach besser, sagte Heinz Dabrock (Familien-Partei) und fand die breite Zustimmung bei seinen Mitstreitern.

Prompt wollten die Ausschussmitglieder zahlreiche weiterte Fragen zum Familienzentrum beantwortet haben, doch Wagner musste sie weitgehend enttäuschen. "Nähere Details liegen jetzt noch nicht vor. Wir informieren hier eigentlich nur, dass es jetzt doch in der Innenstadt zum Tragen kommt." So blieb die spannende Frage unbeantwortet, wieviel Geld die Stadt für den Verkauf ihres Grundstückes erwarten darf. Oliver Kleists (Linke) Gedankenspiel, dass die Stadt das Grundstück beispielsweise für eine Million Euro an den Saarpfalz-Kreis verkauft, dieser sich das Geld durch eine höhere Kreisumlage aber in doppelter Höhe wieder zurückholt, wurde aber als unbegründet zurückgewiesen - von Heinz Dabrock: "Es baut dort ja nicht der Kreis, sondern die SEG. Und die vermietet das Zentrum an die Träger. Dazu gehören die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, die Lebenshilfe und das Jugendamt des Saarpfalz-Kreises

Offen ist der Zeitpunkt des Baustarts unter anderem noch deshalb, weil der Bebauungsplan auf dem Grundstück zwischen WVD und Rewe-Markt noch ein Parkhaus vorsieht. Die entsprechende Vermutung Dabrocks bestätigte Baudirektor Martin Ruck.

Auf die erneute Kritik, dass der Stadtrat übergangen worden sei, konterte Wagner, dass die Stadtspitze selbst nicht in die Planung des Kreises einbezogen wurde. Parteiübergreifend überwog aber die Freude, dass der ursprünglich geplante Standort am Gesundheitspark aus dem Rennen ist - ähnlich wie die Ludwigsschule. "Auch sie war im Gespräch", erklärte Wagner. Diese Überlegungen erledigten sich aber schnell wieder. Der Grund: Die Schule ist zu klein.