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Qualität für die Zähne im Land

Qualität für die Zähne im Land

Homburg. Es war im Jahr 1960, als in Homburg die zahnmedizinische Fakultät gegründet wurde. Im Vergleich zur allgemeinen medizinischen Fakultät kam diese Einrichtung also erst 13 Jahre später. Damals wuchs die Bevölkerung des Saarlandes rapide, und das Land brauchte Zahnärzte, die "von auswärts" nicht in ausreichender Zahl zu bekommen waren

Homburg. Es war im Jahr 1960, als in Homburg die zahnmedizinische Fakultät gegründet wurde. Im Vergleich zur allgemeinen medizinischen Fakultät kam diese Einrichtung also erst 13 Jahre später. Damals wuchs die Bevölkerung des Saarlandes rapide, und das Land brauchte Zahnärzte, die "von auswärts" nicht in ausreichender Zahl zu bekommen waren. Bis heute ist es noch so, dass die kleine zahnmedizinische Fakultät in Homburg hauptsächlich für den eigenen Bedarf ausbildet. Bei 24 Studienanfängern kommen rund 16 aus dem Saarland und wollen auch hier bleiben. So erging es auch Dr. Margit Waldner, die heute zusammen mit einer Kollegin in Schwarzenbach eine Zahnarzt-Praxis führt. "Ich habe zwar in Mainz angefangen, wechselte dann aber nach Homburg und machte hier Anfang der 80er Jahre mein Examen." Auf die Ausbildung in Homburg lässt sie nichts kommen: "Das Studium war im Vergleich zu Mainz verschulter, aber das war durchaus von Vorteil, man lernte viel und war ständig gefordert, denn es waren die Professoren persönlich, die immer ein Auge auf uns hatten." Der enge Kontakt zu den Dozenten, die nette, familiäre Atmsophäre unter den wenigen Studenten empfand die heutige Zahnärztin als sehr angenehm. "Es war ein sehr gutes Arbeitsklima", betonte sie im Gespräch mit unserer Zeitung.Die Professoren, die sie schätzte, seien sehr fortschrittlich gewesen, "unsere Ausbildung war auf dem neuesten Stand. Obgleich wir im kleinen Homburg studierten, konnten wir es mit jeder anderen deutschen zahnmedizinischen Fakultät aufnehmen." Die Professoren nahmen ihre Verantwortung sehr ernst: "Hier wurden die Qualitätsstandards für die Zahnbehandlungen im Saarland gesetzt." Das heißt, dass von Homburg aus das ganze Land mit Zahnärzten versorgt wurde, da konnten und wollten sich die Professoren keine Qualitätsmängel leisten. Dass die Zahnmedizin vor zehn Jahren auf der Kippe stand, kann Margit Waldner nicht begreifen: "Das hätte ein riesige Loch gerissen. Das Uniklinikum hätte keine Vollversorgung mehr anbieten können und dem Land wäre der zahnärztliche Nachwuchs ausgegangen." Viele Kommilitonen von damals seien heute niedergelassene Zahnärzte, genau wie sie, sagt Margit Waldner. "Wir treffen uns bei Fortbildungsveranstaltungen und haben gute Kontakte." Ist sie heute und morgen bei den Geburtagsfeiern der Zahnmedizin dabei? "Natürlich, sowohl bei der Feier heute Abend als auch bei der ganztägigen Fortbildungsveranstaltung am Samstag." Bis 17 Uhr dauern die Vorträge, danach wird's gemütlich vor dem Hörsaal, denn alle Zahnärzte, die einst Studenten in Homburg waren, sind zu einer Art Klassentreffen eingeladen - natürlich auf gut saarländisch mit Schwenker und Bier. Margit Waldner freut sich schon darauf: "Da treffe ich Kollegen und ehemalige Mitstudenten. Das ist eine sehr nette Gelegenheit, sich mal wieder auszutauschen."

Auf einen BlickHeute und morgen feiert die Universitätszahnklinik ihren 50. Geburtstag. Beginn ist heute um 19 Uhr im Sitzungssaal des Forums. Hier ist ein Empfang geplant, zu dem Mitarbeiter und ehemalige Studenten eingeladen sind. Weiter geht es am Samstag: zwischen 8.15 und 17 Uhr werden Vorträge im Anatomiesaalgehalten, danach gemütliches Beisammansein.