Sperrmüll: Entsorgung per Anruf oder fester Termin?

Homburg/Bexbach/Kirkel. Im Februar stehen in der Region wieder die ersten Abholtermine des Jahres für Sperrmüll an. Insgesamt vier Mal jährlich kann dieser kostenlos abgeben werden, wobei die Bürger sich je nach Kommune unterschiedlichen Abholvarianten anpassen müssen

 Ob Matratzen, Möbel oder anderer Hausrat: Der Sperrmüll wird dieser Tage abgeholt. Foto: SZ

Ob Matratzen, Möbel oder anderer Hausrat: Der Sperrmüll wird dieser Tage abgeholt. Foto: SZ

Homburg/Bexbach/Kirkel. Im Februar stehen in der Region wieder die ersten Abholtermine des Jahres für Sperrmüll an. Insgesamt vier Mal jährlich kann dieser kostenlos abgeben werden, wobei die Bürger sich je nach Kommune unterschiedlichen Abholvarianten anpassen müssen. Hochzeit im FrühlingWährend die Stadt Homburg den Sperrmüll ihrer Bürger auf Anfrage entsorgt und dabei 14-tägig mit ihren Fahrzeugen im Einsatz ist, werden in Kirkel und Bexbach quartalsweise feststehende Termine vorgegeben (siehe Infokasten). Zuständig dafür ist hier die Recycling-Firma Paulus, deren gleichnamiger Eigentümer im Februar reichlich Arbeit auf seine etwa 70 Mitarbeiter zukommen sieht: "Zum Frühling und Herbst wollen die Menschen drei Mal so viel Sperrmüll loswerden wie im Rest des Jahres.", berichtet er. Die rund 30 Fahrzeuge der Paulus GmbH sind im Auftrag des Entsorgungsverbands Saar (EVS) unterwegs, der als öffentlich-rechtliche Institution im Saarland für die Entsorgung von Müll zuständig ist.In Homburg dagegen hat man - als eine von wenigen Kommunen im Saarpfalz-Kreis die Sperrmüll-Entsorgung selbst übernommen, hier wird der ausgesonderte Hausrat von der Firma Jakoby entsorgt. Patrick Emser von der Stadtverwaltung erklärt den Hintergrund: "Die Entsorgung auf Bestellung ermöglicht eine individuellere Planung für die Haushalte und ist somit sehr viel bürgerfreundlicher." Ebenfalls vier Mal im Jahr werden bis zu fünf Kubikmeter Sperrmüll kostenfrei abgeholt, größere Mengen seien dann allerdings nicht mehr umsonst. "Was Sperrmüll ist, nehmen wir mit, alles andere bleibt liegen", so Emser, der mit dem Homburger Entsorgungsmodell vor allem dem uferlosen "Mülltourismus" einen Riegel vorgeschoben sieht: In Homburg komme es nur noch selten dazu, dass Leute ihren Sperrmüll einfach von anderen mit entsorgen ließen, dieses Problem sei Emser zufolge bei den festen Sperrmüll-Terminen weitaus größer.Problem MülltourismusDass der Mülltourismus in der Tat ein Problem darstellt, bestätigt auch Manfred Corbe, der Leiter des Bexbacher Bürgerbüros. "Manche Leute wühlen alles durch und hinterlassen danach Chaos auf der Straße. Das macht den Entsorgern die Arbeit schwerer und verursacht höhere Kosten", sagt er. Auf welche Art eine Kommune ihren Sperrmüll auch immer entsorgen lässt, letztlich landet er jedoch immer am gleichen Ort: In der Müllverbrennungsanlage in Neunkirchen.

Auf einen BlickDie Abholungstermine für Sperrmüll im ersten Quartal 2009 liegen in Limbach auf dem 10. und für Altstadt auf dem 11. Februar. In Bexbach wird der Sperrmüll das erste Mal am 17., in Oberbexbach am 18 Februar abgeholt. Frankenholz und Höchen werden bereits am 16. Februar von den Entsorgungsbetrieben angesteuert und in Kleinottweiler und Niederbexbach werden die Bürger am 20. Februar ihren Sperrmüll los. Im Wesentlichen besteht Sperrmüll aus ausgesondertem Hausrat, der nicht in Mülltonnen passt. In der Regel also Möbel, Matratzen, Teppiche (gerollt) oder Türen und Fenster - sogar alte Ölöfen sind dabei. red