Der Altstadter Sportverein steckt in einer Führungskrise

Altstadt. Der Altstadter Sportverein steckt mitten in einer Führungskrise. In der Generalversammlung fand sich allen Bemühungen zum Trotz niemand, der den Vorsitz des Fußballclubs übernehmen möchte. Horst Hetzel (Foto: Martin Baus), seit acht Jahren an der Spitze des Traditionsvereins, war partout nicht zu bewegen, für eine weitere Amtsperiode die Geschicke des SVA zu lenken

Altstadt. Der Altstadter Sportverein steckt mitten in einer Führungskrise. In der Generalversammlung fand sich allen Bemühungen zum Trotz niemand, der den Vorsitz des Fußballclubs übernehmen möchte. Horst Hetzel (Foto: Martin Baus), seit acht Jahren an der Spitze des Traditionsvereins, war partout nicht zu bewegen, für eine weitere Amtsperiode die Geschicke des SVA zu lenken. Und auch alle anderen Kandidaten, die vorgeschlagen wurden, zeigten keinerlei Bereitschaft, in die Bresche zu springen. Eine Kommission, die eigens aus der Taufe gehoben wurde, soll nun einen Ausweg aus der Misere finden. Vertreter aller Abteilungen gehören diesem Findungsgremium an. Bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung, die nun für kommenden Sonntag, 15. Februar, angesetzt ist, sollen Vorschläge für die Neubesetzung der Vorstandschaft erarbeitet werden. Um 17 Uhr beginnt dieses Treffen im Sportheim "Zur Heide". Horst Hetzel hatte in seinem Jahresbericht zuvor festgestellt, dass die Veranstaltungen des Vereins insgesamt sehr zufriedenstellend verlaufen seien, nicht zuletzt auch dank der tatkräftigen Unterstützung durch die Mitglieder. In sportlicher Hinsicht gebe es freilich einige Defizite. "Obwohl unsere erste Garnitur nach der Winterpause noch auf dem ersten Platz in der Kreisliga A Höcherberg stand, war zu Saisonende schon längst nicht mehr von Aufstieg die Rede", resümierte Hetzel. Dieser Trend nach unten habe sich bis Ende des Jahres 2008 fortgesetzt. Mit jungen Spielern soll die Entwicklung aber wieder umgekehrt werden. Ausdrücklich hob der Vorsitzende das Engagement von Jugendleiter Dieter Stephan hervor, der im Frühjahr dieses Amt kommissarisch von Stephan Bach übernommen hatte. Zusammen mit der Vorsitzenden des Fördervereins Jugendfußball, Margot Imbsweiler, sei dank der Hilfe von Trainern und Betreuern "nachhaltige Arbeit" geleistet worden. In der Nachwuchsabteilung - "dem "Aushängeschild des SVA" - gehen rund 80 Jugendliche auf Torejagd. Alte Herren und Radfahrer seien ebenfalls Sparten, in denen der Sportbetrieb gut laufe. Die neue Einzäunung des Fußballfeldes, die mit Hilfe der Gemeinde erledigt worden war, sowie der reibungslose Pächterwechsel im vereinseigenen Sportheim waren weitere Themen in Hetzels Ausführungen. Seinen "letzten" Kassenbericht lieferte schließlich Michael Adler ab. Nach 13 Jahren als SVA-Schatzmeister erklärte auch er, nicht mehr für die Kassenführung bereit zu stehen. bam "In sportlicher Hinsicht hat der Verein Defizite." Horst Hetzel, ehemaliger Vorsitzender des SV Altstadt