Minister auf Sommertour: Minister Jost kommt nach Bruchhof

Minister auf Sommertour : Minister Jost kommt nach Bruchhof

Umweltminister Reinhold Jost kommt jetzt auch an den Tascher Hof und das Gebiet „Jägersburger Wald und Königsbruch bei Homburg“.

Dabei wird es um standortgerechte Laubwälder, wertvolle Feuchtflächen und artenreiches Grünland gehen, hieß es in einer Mitteilung weiter. Termin für den Besuch ist am 17. August, 14 bis 18 Uhr. Treffpunkt ist in Bruchhof-Sanddorf das Wasserwerk.

Warum Jost gerade diese Region gewählt hat, ergibt sich beim genaueren Hinschauen. An dieser Stelle steht zum einen Gut Königsbruch, vielen noch als Tascher Hof geläufig. Dieser wurde 1760 bis 1770 erbaut als Königsbrucher Hof, hieß es in einer Mitteilung der Naturlandstiftung Saar. 1936 erwarb Rudolf Tascher das Anwesen – daher auch der einstige Name. Heute gehört er der Familie von Wegner, die ihn aufwändig restauriert und ihm auch seinen ursprünglichen Namen zurückgab: Gut Königsbruch.

Die heutigen Eigentümer haben der früheren Eigentümerin, der Ökoflächen- Management -Gesellschaft (ÖFM) die Bewirtschaftung des Forstes für 30 Jahre überlassen. In dieser Zeit werde die ÖFM diesen Nadelwald Schritt für Schritt in einen Mischwald umgestalten, hieß es weiter von der Naturlandstiftung zum Hintergrund des Besuchs.

Im so genannten Natura-2000-Gebiet Jägersburger Wald und Königsbruch bei Homburg besitzen die Stiftung und die ÖFM. 14,3 Hektar Eigentumsflächen mit einem hohen Anteil an seltenen Lebensraumtypen, etwa Niedermooren oder extensiv genutzte Mähwiesen. Hier kommen seltene und auch bedrohte Wiesen- und Heckenbrüter wie Schwarzkehlchen oder Neuntöter vor. Im Grünland fliegt zudem der Bläuling „Großer Feuerfalter“, der weltweit bedroht sei. Ziel sei hier die nachhaltige Sicherung und Entwicklung der Lebensräume, Pflanzen- und Tierarten.

Die Naturlandstiftung Saar setzt sich seit 1976 aktiv für die saarländische Heimat und das Naturerbe ein. Im Stiftungsrat sind Naturschützer wie der Nabu, Naturnutzer wie der Bauernverband,  auch das Umweltministerium, der Landkreistag sowie mehrere Landesinstitutionen vertreten.