Kein Geld für Weg um den Weiher

Seit wenigen Jahren ist die Strecke rund um den Brückweiher in der dunklen Jahreszeit für Spaziergänger und Jogger beleuchtet. Der Weg selbst ist in keinem guten Zustand und wird es noch eine Weile so bleiben.

 Weil die Stadt Kosten beim Leitungsanschluss der neuen Gastro-Blockhütte (hier ein Bild aus der Bauphase) übernehmen musste, fehlt in diesem Jahr das Geld für die Wegesanierung.
Weil die Stadt Kosten beim Leitungsanschluss der neuen Gastro-Blockhütte (hier ein Bild aus der Bauphase) übernehmen musste, fehlt in diesem Jahr das Geld für die Wegesanierung.

Ein schöner Sommer bedeutet im Jägersburger Naherholungsgebiet rund um den Brückweiher Hochbetrieb. Und das heißt: Rund um den Weiher ist der viel begangene Weg einer hohen Belastung ausgesetzt. Deren Zustand ist seit Jahren Thema im Jägersburger Ortsrats, immer wieder hatte das Gremium bei der Stadt eine Instandsetzung angemahnt. Zuletzt stand das Thema auf der Tagesordnung der Ortsratssitzung im April.

Diskutiert wurde die Notwendigkeit einer Wegsanierung also zur Genüge, geschehen ist bislang allerdings nichts. Und nun, wenn die Tage wieder kürzer werden, viele aber immer noch in den Abendstunden rund um die beiden Weiher als Spaziergänger oder Jogger unterwegs sind, wird das Problem naturgemäß dringlicher, verschwindet doch so manche Stolperfall schlicht im Schatten den Dämmerung - und nicht überall kann die Beleuchtung dafür sorgen, dass dies nicht passiert. Und auch schlechtes Wetter im Herbst und Winter ist wenig förderlich für den Zustand der Wege.

Die hätten, so Stadtpressesprecher Jürgen Kruthoff gestern auf Nachfrage unserer Zeitung, schon in diesem Jahr saniert werden können, entsprechende Mittel in Höhe von 35 000 Euro seien dafür im Haushalt bereitgestellt worden. Ein anderes Projekt im Naherholungsgebiet, der Neubau der großen Gastro-Blockhütte am Brückweiher, habe dies verhindert, erläuterte Kruthoff. "Auf das für die Wegesanierung vorgesehene Geld wurde teilweise zugegriffen, um Arbeiten zur Anbindung des neuen Blockhauses zu finanzieren." Hintergrund dieses nicht üblichen Vorgehens bei einer privaten Investition sei der Umstand, dass es Leitungen in diesem Bereich gebe, "die sich aufgrund alter Verträge mit der früheren Gemeinde Jägersburg nun im Eigentum der Stadt Homburg befinden. Daher mussten diese Arbeiten von der Stadt finanziert werden. Auf diesem Weg wurden nun Teile des Budgets genutzt, der eigentlich für die Wegesanierung vorgesehen war". Dadurch komme es nun zu einer Verzögerung bei den Arbeiten.

Das Ziel, so Kruthoff: "Nun muss versucht werden, Geld für das Jahr 2016 in den Haushalt einzustellen, um die Arbeiten im nächsten Jahr ausführen zu können. Diese Regelung ist auch so mit dem Ortsrat besprochen worden und von diesem in der Sitzung vom April beschlossen worden." Zumindest aus dieser Ecke hatte man die Verzögerung bei der Sanierung der Wege damit wohl akzeptiert - um dem Großprojekt der inzwischen in Betrieb genommenen Gastro-Blockhütte keine Steine in den Weg zu legen. Zwischenstand also laut Jürgen Kruthoff: "Leider ist es so, dass derzeit keine ausreichenden Mittel mehr im Budget zur Sanierung von Teilen der Asphaltwege um den Brückweiher und um den Schlossweiher vorhanden sind."

Demnach wird es noch ein bisschen dauern, bis die Wander- und Joggingwege rund um die beiden Jägersburger Weiher wieder in Schuss gebracht sind. Und bis dahin werden Wanderer, Spaziergänger und Jogger gerade in der dunklen Jahreszeit ein bisschen genauer darauf achten müssen, wohin sie bei ihren Touren um Schloss- und Brückweiher treten.