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Erschließung am Zunderbaum bald fertig

Erschließung am Zunderbaum bald fertig

Seit Monaten laufen auf dem Areal des ehemaligen Bundeswehr-Depots selbst die Erschließungsarbeiten, nachdem der Gebäude-Altbestand mit Aufwand und zum größten Teil abgerissen wurde. Jetzt steht die Ansiedlung von Betrieben an.

Wenn es um die aktuelle Diskussion zum Ausbau des bestehenden Autobahnanschlusses Homburg /Bexbach an der Autobahn A 6 geht, geht es immer auch um die Entwicklung des Industriegebiets Zunderbaum. Denn: Gerade weil man hier mit einem deutlichen Anstieg des Verkehrsaufkommens rechnet, soll die Verkehrslogistik in Richtung Autobahn und beim Anschluss deutlich verbessert werden.

Seit Monaten laufen auf dem Areal des ehemaligen Bundeswehr-Depots selbst die Erschließungsarbeiten, nachdem der Gebäude-Altbestand mit großem Aufwand und zum größten Teil abgerissen wurde (wir berichteten mehrfach). Doch wie sieht es eigentlich mit der Vermarktung des Industrieparks aus, der im "Masterplan Industrieflächen" des Saarlandes eine bedeutenden Rolle spielt. Auf Nachfrage unserer Zeitung gestern nannte die landeseigene Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar (GW Saar ) als Entwicklungsgesellschaft einige Zahlen zum aktuellen Stand der Arbeiten. "Wie geplant werden wir im Mai 2015 die Erschließungsarbeiten des Industrieparks Zunderbaum abgeschlossen haben", erläuterte Ute Petersen, Prokuristin der GW Saar . Zudem gehe man davon aus, so Petersen weiter, dass man bis zur Mitte des Jahres 50 Prozent der Flächen verkauft habe.

Ein Aspekt der sich gegenwärtig auf der Zielgerade befindlichen Umwandlung des alten Bundeswehrgeländes hin zum Industriepark beschäftigt die Bürger von Altstadt und Kleinottweiler ganz besonders: Wie wird die Notzufahrt zum Zunderbaum als Anbindung an die Landesstraße L 219 in Zukunft wirklich genutzt? Die Befürchtung vieler in den beiden Ortschaften: Hier könnte Regelverkehr vom und zum neuen Industriegebiet für ein zusätzliches Verkehrsaufkommen in Altstadt und Kleinottweiler sorgen und somit die Lebensqualität deutlich mindern. Dem widersprach allerdings Jan Preußer von der GW Saar kürzlich bei einer Sitzung des Bexbacher Stadtrates: "Die Notzufahrt bleibt Notzufahrt". Klar sei dabei aber, dass diese Zuwegung entsprechend groß dimensioniert sein müsse, "denn wenn die eigentlich Zufahrt über die B 423 ausfällt, dann muss der Gesamtverkehr über diese Notzufahrt abgewickelt werden. Deswegen der scheinbar großzügige Ausbau".

Klar sei aber auch, dass eben diese Zuwegung im gültigen Bebauungsplan nur als Notzufahrt ausgewiesen sei. "Und wir haben einen städtebaulichen Vertrag mit der Stadt Homburg und der Gemeinde Kirkel, in dem unter anderem drinsteht, dass in diese Zufahrt eine doppelseitige Schranke kommt, die ein Durchfahren der Straße zuverlässig verhindert." Einen Schlüssel zu dieser Schranke hätten nur die Verwaltungen der beiden Kommunen, die Rettungsdienste und die Feuerwehr, "sonst niemand", so Preußer. "Das bedeutet, dass diese Zufahrt wirklich dicht gemacht wird." Die Schranke stehe dabei recht weit im Straßenverlauf in Richtung Industriegebiet, "weil wir die Waldwege, die im vorderen Bereich entlanglaufen, natürlich nicht sperren wollen".

Für die Hauptzufahrt des Zunderbaums auf der anderen Seite des Geländes kündigte Preußer zudem einen Umbau des bestehenden Kreuzungsbereichs B 423/Berliner Straße/ Zufahrt zum Industriegebiet noch für dieses Jahr an - um perspektivisch dem zu erwarteten Verkehr an diesem Verkehrsknotenpunkt gerecht zu werden.

Die Homburger Verwaltung bestätigte gestern auf Nachfrage grundsätzlich diesen Termin für den Baumaßnahme. Allerdings, so Stadtpressesprecher Jürgen Kruthoff, gebe es noch weiteren Gesprächsbedarf hinsichtlich der seitens der vom zuständigen Landesbetrieb für Straßenbau vorgelegten Pläne zum Ausbau des Kreuzungsbereichs. > siehe auch Seite C3