Mathematik soll greifbarer werden

Damit der Matheunterricht an der Robert-Bosch-Schule in Homburg auf der Höhe der Zeit bleibt, nimmt die Einrichtung nun am Kosinus-Projekt teil. Didaktische Ziele werden hinterfragt und praxisnahe Angebote geschaffen.

Schule hat sich in den vergangenen Jahren mit einer starken Dynamik gewandelt und wird sich in schnellem Tempo auch weiter verändern. Lehrerinnen und Lehrer müssen daher Gelegenheit und Möglichkeiten erhalten, mit dieser sich fortwährend weiterentwickelnden Situation umzugehen. Auch der Mathematikunterricht befindet sich im Umbruch. Didaktische und bildungspolitische Ziele wurden hinterfragt, weiterentwickelt und neu formuliert. Und so ist die Idee entstanden, den saarländischen Schulen der Sekundarstufe I ein Fortbildungsangebot zu unterbreiten, das die nachhaltige und langfristige Unterrichtsentwicklung im Fach Mathematik zum Inhalt hat. Dieses Kosinus-Projekt wurde durch das Ministerium für Bildung, das Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) sowie die Universität des Saarlandes ins Leben gerufen. Das Projekt Kosinus (Kompetenzen stärken im Mathematikunterricht der Sekundarstufen im Saarland) hat das Ziel, gesamte Fachkollegien Mathematik einer Schule über ein Jahr hinweg in der Unterrichtsentwicklung zu unterstützen. Nachdem zehn ihrer Mathematiklehrer diesen einjährigen Fortbildungslehrgang absolviert haben, darf sich nun auch die Homburger Robert-Bosch-Schule ab sofort Kosinus-Schule nennen. Das Projekt soll "uns bei unseren Bemühungen, den Mathematikunterricht weiterzuentwickeln, unterstützen, um so den Schülern eine bessere Ausbildung im Fach Mathematik zukommen zu lassen und ihnen ein besseres Mathematikbild zu vermitteln", betonte Mathelehrer Harald Ulrich: "Weniger Tafel-Mathematik, mehr greifbare, anschaulichere Mathematik", sei das Ziel des künftigen Unterrichts an der Robert-Bosch-Schule. "Wir wollen den Mathematikunterricht moderner gestalten und für die Schüler greifbarer machen", fügte Eva Zimmermann hinzu. "Mit der Teilnahme an diesem Kosinus-Projekt haben wir praxisnahe Angebote geschaffen, um die Kinder auf die Lebenswirklichkeit vorzubereiten", wies Schulleiterin Barbara Neumann auf die Bedeutung des Faches hin. Ihr Dank galt den Mathelehrern Harald Ulrich, Marko Koltes, Peter Freiberger, Eva Zimmermann, Jutta Manderscheid , Sarah Hartenbach, Patrick Burgard, Klaus Ruffing, Ruth Naumann sowie Sabine Bauer, die freiwillig am Kosinus-Programm teilgenommen haben. Als Bonus für die Teilnahme der Schule am Kosinus-Projekt gab es auch eine finanzielle Unterstützung. "Die haben wir zu Anschaffung von Lehrmitteln verwendet, die man für ein anschaulichen Mathematikunterricht gut verwenden kann", betonte Ulrich. Als Beispiele nannte er unter anderem Waagen, Messbecher, verschiedene Körpermodelle, Geobretter sowie Bruchsätze.