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Kunst-Genüsse wie auf dem Montmartre

Kunst-Genüsse wie auf dem Montmartre

Die alte Stephanus-Kirche in Böckweiler war der perfekte Ort für die erste „Böck-Art“. Ganz wie in den großen Kulturstädten Paris, London und Berlin zeigten in Böckweiler Künstler aus der Region ihre Werke. Bei strahlendem Sonnenschein lockte das auch zahlreiche kunstbegeisterte Bürger an.

Bei Kaiserwetter tauchte Böckweiler für einen Tag in die Rolle eines Kunstdorfes. Im Schatten der altehrwürdigen romanischen Stephanus-Kirche hatten sich zahlreiche Künstler eingefunden, sorgten für ein farbenfrohes und stilvolles Bild, zeigten ihre Fertigkeiten, sorgten für so manches Aha-Erlebnis. "Böck-Art" nannte der ausrichtende Kultur-Stammtisch Blieskastel die Veranstaltung. "Montmartre in Paris, die Brick Lane in London oder auch der Berliner Dürerkiez standen Pate, als vor mehr als einem Jahr die Idee während eines Stammtisches geboren worden war. Die Böckweiler Künstlerin Dorothea Weigenand unterhält in ihrem Haus auch ein eigenes Atelier. Dort entstehen Werke in figürlicher Keramik , werden mit experimentellen Bränden Kunstwerke geschaffen. Sie fand mit der Idee des neuen Kunstfestes bei Ortsvorsteher Helmut Ruf offene Ohren. "Wir hatten von Beginn an keine Probleme, arbeiteten sehr gut zusammen", so Weigenand. Der Dorfchef gab das Kompliment gerne zurück. "Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Böckweiler ausgesucht worden war und so ein so tolles Flair geschaffen werden konnte. Gemeinsam mit der Blieskastelerin Gerda Engel und Dieter List aus Homburg, die auch zu den Kultur-Stammtischlern gehören, arbeiteten sie in den letzten Monaten fieberhaft daran, die Kunst-Vielfalt einem breiten Publikum präsentieren zu können. Auch die Ortsratsmitglieder klinkten sich ein. Familien öffneten ihre Scheunen, ließen Künstler in ihren Vorgärten die Staffeleien aufbauen. Zudem unterhielten Musikgruppen unterschiedlichster Stilrichtungen die zahlreichen Besucher. Der Zweibrücker Maler Werner Gräser geht seinem Hobby, der Multi-Media, seit 16 Jahren nach. Er, der am liebsten seine Kreationen in einem Rutsch fertig stellen möchte, fühlte sich im Dunstkreis des Dorfteiches sichtlich wohl. "Die Veranstaltung hier hat einen hohen künstlerischen Wert, und ich hoffe, dass sie Zukunft hat, noch ausgebaut werden kann", so der 78-Jährige. "Der Ort eignet sich optimal. Hier wird ein abwechslungsreiches Programm angeboten", lobte Rita Walle. Die Malerin stammt aus Böckweilers Nachbarort Pinningen und hatte zuletzt die beiden Ortseingangsschilder kreiert. Derweil unterhielt die Sängerin Gaby Klees aus Wolfersheim auf der Kirchwiese, spielten Katharina und Peter Baarß und Doris Hertel, alias Zeitlos, führte Marliese Rauch Interessierte durch die älteste saarländische Kirche.

Zum Thema:

Auf einen Blick Die Künstler bei "Böck-Art": Susanne Cloidt, Fotografie, Homburg, Werner Gräßer, Malerei, Zweibrücken, Mia Sabine Groll, Malerei, Niederwürzbach, Birgit Heil, Malerei, Blieskastel, Katja Hess, Malerei, Blickweiler, Karl-Heinz Hillen, Grafik und Malerei, Blieskastel, Marion Kaufmann, Gesang, Malerei, Bildhauerei, Blickweiler, Karin Klein, Keramik , Kleinblittersdorf, Peter Limbach, Malerei und Fotografieren, Dieter List, Klammerkunst, Homburg, Ellen Malawasi, Malerei, Blieskastel, Gabi Michel, Malerei, Mixed-Media, Blieskastel, Susanne Nobis, Keramik , Blieskastel, Marianne Rauch, Malerei, Gersheim, Marion Reinking, Malerei, Musikerin, Blickweiler, Iris Reichart, Malerei, Kohlhof, Hannelore Seel, Malerei, Saarbrücken, Ulrike Vogelgesang, Malerei, Blieskastel, Rita Walle, Malerei, Pinningen, Dorothea Weigenand, figürliche Keramik , Lendenhoff-Keramik, Raika, Böckweiler ; Musikgruppen: Udo & Marion, Dedi & Band, Sören und Tim, Gaby Klees, Zeitlos. ott