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Große Oscar-Nacht in der Pirminiushalle

Große Oscar-Nacht in der Pirminiushalle

Bierbach. Darauf muss man erst mal kommen: Der Junge Chor Bierbach hat nicht etwa einfach zu einem Konzert eingeladen, nein, man präsentierte "Die Oscar Nacht". Und weil der Junge Chor sozusagen ein Qualitätsbegriff ist, oben erwähnter Konzerttitel offensichtlich hervorragende Marketingarbeit in Sachen Chorkonzert war, gab es an der Abendkasse nur noch wenige Restkarten

Bierbach. Darauf muss man erst mal kommen: Der Junge Chor Bierbach hat nicht etwa einfach zu einem Konzert eingeladen, nein, man präsentierte "Die Oscar Nacht". Und weil der Junge Chor sozusagen ein Qualitätsbegriff ist, oben erwähnter Konzerttitel offensichtlich hervorragende Marketingarbeit in Sachen Chorkonzert war, gab es an der Abendkasse nur noch wenige Restkarten. Die Pirminiushalle bei Konzertbestuhlung mit 500 Besuchern zu füllen, dass muss dem Jungen Chor zuerst mal einer nachmachen. Und um es vorweg zu sagen: Keiner der Gäste hatte wohl am Ende sein Kommen bereut. Seit etwa einem Jahr wurde am Programm gebastelt, wie Dirigent Bernd Jost im Gespräch mit unserer Zeitung erzählte. Die Literatur hat man gemeinsam ausgewählt, und dabei trefflich den Geschmack des Publikums bedient. Filmmelodien, Musical-Hits - alle Programmtitel waren Songs oder Medleys mit hohem Wiedererkennungswert. Dass dabei nur die allerwenigsten Nummern etwas mit dem berühmten Film-Oscar zu tun hatten, störte indes sicherlich niemanden. Dabei hatte sich der Junge Chor wieder einiges einfallen lassen. Die Halle war mit Filmplakaten stilecht dekoriert, sogar ein lebensgroßer Oscar thronte neben der Bühne. Programm mit FilmeinlagenUnd passend zu den Melodien wurden die entsprechenden Filmsequenzen zum jeweiligen Titel eingespielt, auch die Technik arbeitete sehr professionell. Dazu eine Band, die hervorragend aufgestellt war und durchaus auch einmal kleine "Kratzer" des Chores ausbügeln konnte. Natürlich gab es am Anfang große Nervosität, man hatte die eigene Messlatte recht hoch angelegt. Aber das gehört dazu, macht die Sache dem Publikum eher sympathisch. Spätestens ab dem zweiten Drittel lief der Chor zur Hochform auf. Man spürte auch als Zuhörer das große Engagement der Sängerinnen und Sänger. Das hat denen schlicht selbst ganz viel Spaß gemacht. Die Frauenstimmen so ausgewogen, wie man es nur selten in einem Chor hört. Dazu leider, wie überall, zu wenige Männerstimmen. Aber diejenigen, die mitsangen, waren hervorragend. Die Männer überzeugten mit einer absolut hervorragenden Leistung. Da muss man wirklich den Hut ziehen. Der Chor also insgesamt sehr kraftvoll und dynamisch, aber an keiner Stelle laut oder überschwänglich. Da hat alles gepasst. Dazu eine Moderation, die sich einiges hat einfallen lassen. Eckhard ("Eckes") Geißel und Nicole Lindinger lockerten das Programm auf und hatten auch zu jeder Nummer einen Gag parat. Sehr bemerkenswert zudem die tänzerische Leistung von Beate Schmitt und Jonas Oster bei "Night Fever". Als Solisten überzeugten Christine Welsch, Nicole Graul, Barbara Dahlem und Thomas Schuler. Am Ende gab es stehende Ovationen, der Chor wurde gefeiert und durfte die Bühne nur nach mehreren Zugaben verlassen.