Abschied vom Ottweiler Gymnasium : Rebecca Spurk verabschiedet sich

Abschied vom Ottweiler Gymnasium : Rebecca Spurk verabschiedet sich

Die beliebte Schulleiterin geht nach zehn Jahren intensiver Arbeit am Ottweiler Gymnasium in den verdienten Ruhestand.

Wenn Schulleiterin Rebecca Spurk heute offiziell von Kollegen, Schülern und Eltern des Ottweiler Gymnasiums in den Ruhestand verabschiedet wird, dann wird es, so verrät Birgit Oberkircher, Abteilungsleiterin in einem Telefonat, sicherlich auch ein bisschen emotional werden. „Jede Klasse und auch alle Lehrer haben eine kleine Überraschung vorbreitet. Das allein zeigt, wie beliebt Spurk als Schulleiterin am Ottweiler Gymnasium ist“, betont Oberkircher. Diese „intensivste Zeit meines Arbeitslebens“, so Spurk, die vor gut zehn Jahren begann, endet wohlüberlegt. „Alles hat seine Zeit. Ich kann die Schule jetzt auf der Höhe der Zeit übergeben“, sagt sie. Ganz besonders wichtig war es ihr vor ihrem Ausscheiden, das Leitungsteam aus den eigenen Reihen gefestigt zu wissen. Nur so, sagt sie, ist eine Vakanz der Schulleiterposition in einer Schule problemlos zu bewältigen. „Ich hoffe aber, dass die Stelle bereits zum zweiten Halbjahr besetzt sein wird“, appelliert Spurk in Richtung Bildungsministerium.

Erinnerungen werden wach in dem Büro, in dem sie vor zehn Jahren das Amt in Ottweiler antrat. „Ich bin einfach hingefahren und habe bereits bei meinem ersten Besuch das große Potential der Schule gesehen“, erzählt sie. „Kontinuität und sanfte Erneuerung“, das, so erinnert sie sich, hat sie damals bei ihrem Amtsantritt versprochen. „Allerdings, das musste ich mir später eingestehen, wollte ich anfangs zu viel auf einmal und habe damit so manchen erst einmal verschreckt“, sagt sie. Letztlich, freut sie sich, hat sie es als Motor gemeinsam mit einem engagierten Kollegium geschafft, die Schule an sehr vielen Stellen zu verändern.

Dabei standen die Schülerinnen und Schüler immer im Mittelpunkt ihres Handelns. „Wir haben im Kollegium sehr viel diskutiert und auch ich habe gelernt, Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen“, sagt Spurk. Partizipation in der Lehrer-, aber auch in der Elternschaft hat sie eingefordert und erhalten. Die von ihr eingeforderte Elternmitarbeit hat sich, erklärt sie, überaus positiv entwickelt. „Wir haben es in diesem Schuljahr geschafft, dass in allen Klassen und Kursen, sogar im Abiturjahrgang, Elternvertreter gewählt werden konnten“. Aber auch die Schülerschaft wurde stark eingebunden in die Schulentwicklung, hat unter anderem mitgewirkt beim Erstellen des Leitbildes. „Ich bin davon überzeugt, dass wir Dank unseres klaren Profils als Schule hohes Ansehen erworben haben und zukunftsfähig sind“, sagt sie.

All das wird sie nun nach zehn Jahren als Schulleiterin zurücklassen. „Doch ich bin froh, dass ich diesen Schritt damals im Alter von 53 Jahren gewagt habe“, betont Spurk. Zuvor war sie 26 Jahre in Illingen, dort zuletzt als stellvertretende Schulleiterin tätig. Der Abschied in Illingen ist ihr ein bisschen schwergefallen, hat Spurk damals eingestanden, der Abschied von Ottweiler bedeutet für sie zugleich auch, Abschied vom Berufsleben zu nehmen. Hinter ihrem Beruf als Pädagogin, sagt sie, steht sie noch immer zu 100 Prozent. „Es ist schön zu sehen, was man den Kindern alles mit auf den Weg geben kann.“ Nun will sich Spurk erst einmal ihrem Island Pferd widmen und Familie und Freunde wieder mehr treffen. „Die haben in den vergangenen zehn Jahren sehr oft zurückstecken müssen“. Doch, daran lässt sie keinen Zweifel, für das „GO“ hat sie Zeit und Energie gerne investiert.