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Brückenneubau: Präzisionsarbeit über den Schienen

Brückenneubau : Präzisionsarbeit über den Schienen

Weil die alte Brücke an der Fürther Straße baufällig war, musste ein neuer Übergang für Fußgänger her. Im Dezember soll er stehen.

Mehr als 50 Jahre überspannte die rund 60 Meter lange Fußgängerbrücke die Fürther Straße und die Bahngleise in Ottweiler. Ihre Zeit war abgelaufen, sie war baufällig geworden. Eine neue Brücke ist im Bau, dieser Tage wurde das größte, 28 Meter lange und rund 7,5 Tonnen schwere, Brückenteil auf seine Pfeiler gelegt. Die Fürther Straße ist nun wieder überbrückt, die Sperrung dauerte nur einen Tag. Insgesamt kostet das Bauwerk laut Stadtpressesprecher Ralf Hoffmann 1,2 Millionen Euro.

Sonntagnacht zwischen ein Uhr und vier Uhr werden die beiden fehlenden Brückenteile verlegt. Besonders anspruchsvoll ist diese Aufgabe, da die Bahnstrecke mehrere Stunden gesperrt werden und die 15 000-Volt-Oberleitung abgeschaltet werden muss. „Trotz aller Genauigkeit und guter Vorplanung bin ich doch schon einigermaßen aufgeregt“, gesteht Wolfgang Gross, Seniorchef der Firma Metallbau Gross aus Welschbach. Hergestellt worden sind die stählernen drei Stützen und die Treppe, die die weit geschwungene Rotunde auf der Bahnhofseite ablöst, von einem Unternehmen aus Singen. Auch die Aluminiumbrückenteile wurden dort gefertigt. Die einheimische Firma setzt das Bauwerk vor Ort zusammen. Die Stahlbetonfundamentierung und alle übrigen Erd- und Betonarbeiten erledigte die Firma Krächan aus Uchtelfangen. Laut Hoffmann werden die Bauarbeiten an der Brücke im Dezember abgeschlossen sein.