Wohnungseinbrüche sind Dauerbrenner

Wohnungseinbrüche sind Dauerbrenner

Die Gesamtzahl der Straftaten im Landkreis Neunkirchen ist im Jahr 2015 um 9,2 Prozent auf 7500 zurückgegangen, die Aufklärungsquote lag bei 57,5 Prozent – das ist die höchste im ganzen Land.

Geht man nach den Zahlen der Kriminalitätsstatistik, gibt es derzeit in Neunkirchen "keinen Grund, großartig beunruhigt zu sein". Das versicherte Thomas Dräger-Pitz, der Leiter der Polizeiinspektion (PI) Neunkirchen, am Mittwoch im Ortsrat Wellesweiler .

Zusammen mit Peter Müller , dem stellvertretenden Leiter des Ermittlungs- und Servicedienstes bei der PI, informierte der Neunkircher Polizeichef aufgrund der Zahlen aus dem Jahr 2015 über die allgemeine Sicherheitslage und spannte dabei den Bogen von einer möglichen Terrorgefahr im Saarland ("Wir sind alle hellwach") bis zur häuslichen Gewalt. Beide Beamte versicherten, dass "der Landkreis Neunkirchen im Bereich der polizeilichen Sicherheit sehr gut aufgestellt" ist, was die Organisation und die Personalentwicklung angeht. "Wir haben in Neunkirchen viele junge Leute, die sehr motiviert sind", meinte Dräger-Pitz und fügte hinzu: "Wir haben die höchste Aufklärungsquote im Land und darauf sind wir auch ein bisschen stolz."

Bei den Wohnungs-Einbruchdiebstählen wurde 2015 im Saarland eine neue Höchstzahl erreicht. Die eigens für diese Straftaten in Dillingen aufgestellte Ermittlungsgruppe sei ein Erfolgsmodell, meinte der Polizeichef. Diese Art der Kriminalität werde aber auch bei den örtlichen Kriminaldiensten bekämpft, und das habe dazu geführt, dass die Zahlen im Saarland rückläufig sind. "Aber es bleibt ein Dauerbrenner", warnte Dräger-Pitz.

Die Gesamtzahl der Straftaten im Landkreis Neunkirchen ist 2015 um 9,2 Prozent auf 7500 zurückgegangen, die Aufklärungsquote lag bei 57,5 Prozent.

Dräger-Pitz ging auf die Situation im Stadtgebiet ein und meinte, dass das Risiko in Neunkirchen keineswegs so hoch sei, wie oftmals dargestellt. "Wir haben ein paar neuralgische Punkte auf dem Schirm", erklärte er und sagte weiter: "Aber wir sind präsent und werden weiterhin zeigen, dass wir der Herr im Haus sind." Derzeit laufen bei der Neunkircher Polizei Gespräche und Beratungen zur Absicherung des Rosenmontagszugs, "denn wir wollen nicht, dass da auch nur ansatzweise etwas vorkommt", machte Dräger-Pitz deutlich.

Der Leiter der Neunkircher PI nannte auch Zahlen zu Wellesweiler . Demnach gab es dort im Berichtsjahr 272 Straftaten, 100 davon waren Diebstähle. Darin enthalten sind auch zwölf Wohnungseinbrüche . Zum Schluss hatten Thomas Dräger-Pitz und Peter Müller eine beruhigende Mitteilung für den Ortsrat und die Bevölkerung: "Das Sicherheitsrisiko in Wellesweiler liegt, bezogen auf 100 000 Einwohner, lediglich bei 0,3 Prozent und deshalb ist in dieser Richtung in Wellesweiler alles gut".