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Wie verschiedene Kulturen zusammenleben können

Kreis Neunkirchen. Typisch deutsch? Was ist das? Mit dieser Frage vermittelte die Diplom-Sozialpädagogin Yasmin Pasker-Dahy, die für verschiedene Organisationen als Interkulturelle Trainerin arbeitet, in Neunkirchen den Fachkräften aus der sozialen Arbeit und Jugendhilfe im Workshop "Interkulturelle Sensibilisierung", wie wichtig es ist, zu versuchen, das eigene Raster rauszunehmen um den Blick zu weiten und damit erst einmal das Kennenlernen zuzulassen. red

Der am weitesten gereiste Teilnehmer aus Dortmund brachte in die lebhaften Diskussionen seine türkischstämmige Perspektive ein und sei das beste Beispiel dafür, dass es für alle Seiten bereichernd sein kann, über den Tellerrand hinauszuschauen, so eine Mitteilung aus dem Landratsamt in Ottweiler.

Die Teilnehmer kamen zu dem Ergebnis, dass es ein "typisch deutsch" nicht gebe, also keine fünf oder zehn sicher zuordnungsbaren Eigenschaften, die man heranziehen könne, um eine Checkliste für Einwanderer zu erstellen. Orientierung könne nur das Grundgesetz geben, welches die Basis-Regeln anführt, nach denen man in Deutschland leben kann und auf dessen Grundlage ein erfolgreiches Zusammenleben durch einen Aushandlungsprozess mit gegenseitigem Respekt entstehen kann.

Veranstaltet wurde der Workshop in der Fortbildungsreihe "Vielfalt (er)leben" im Rahmen der "Partnerschaft für Demokratie" des Landkreises Neunkirchen , gefördert vom Bundesprogramm "Demokratie leben" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Umgesetzt hat sie der Kinderschutzbund Spiesen-Elversberg in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten und dem Jugendamt des Landkreises Neunkirchen sowie dem Adolf-Bender-Zentrum in St. Wendel. Eine Fortsetzung im nächsten Jahr mit konkreten praktischen Anwendungshilfen im Arbeitsumfeld ist geplant.

landkreis-neunkirchen.de

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