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Weihnachtskonzert
Eine Einladung zu „Engelsgleich...“

 Charlotte Nyborg sorgt mit ihrer Harfe immer wieder für ganz besondere musikalische Momente.
Charlotte Nyborg sorgt mit ihrer Harfe immer wieder für ganz besondere musikalische Momente. FOTO: Kerstin Kra§mer
Neunkirchen. Weihnachtskonzert des Verkehrsvereins Neunkirchen in St. Marien: am 16. Dezember um 16 Uhr, Einlass ab 15.30 Uhr. Von Anja Kernig

Led Zeppelin beim Weihnachtskonzert? Klingt verrückter, als es ist. Denn erstens ist der Titel des Songs „Stairway to heaven“ ja quasi eine Aufforderung, zu den himmlischen Sphären hoch zu klettern, wo man dieses Jahr unter dem Motto „Engelsgleich“ programmatisch ohnehin schon in der St. Marien Kirche verortet ist.


Und zweitens handelt es sich natürlich um eine Bearbeitung des rockigen Gassenhauers, die dem Anlass und den Protagonisten des Konzerts gemäß „zart“ daher kommt, so Musiker Michael Marx.

Ansonsten ist eigentlich alles wie immer. Im besten Sinne, versteht sich. Das bestätigte der Gitarrist zusammen mit Thomas Rammo und Annelie Scherschel-Freudenberger vom Vorstand des Verkehrsvereins beim Presse-Vorgespräch. Am dritten Adventssonntag, 16. Dezember, präsentiert der Verkehrsverein Neunkirchen zum 44. Mal sein Weihnachtskonzert. Zum Titel „Engelsgleich…“ inspirieren ließ man sich von den Soloinstrumenten Flöte und Harfe, die dieses Mal im Mittelpunkt des Konzerts stehen. Wobei das sogar eine Premiere ist, stellte Annelie Scherschel-Freudenberger fest. Eine Harfe habe man nämlich noch nie bei der Traditionsveranstaltung dabei gehabt.



Ingrid Paul (Blockflöten) und Charlotte Nyborg (Harfe) werden sowohl zusammen als auch mit Marx (Gitarre, Gesang), dem dritten Solisten des Nachmittags, Werke aus unterschiedlichen Epochen darbieten. „Barock und auch was Moderneres, aber im Rahmen“, erklärte der in Hangard lebende Musiker, „das passt alles zu Weihnachten.“

Stammgäste dürften Ingrid Paul schon kennen und lieben – die Lebacher Künstlerin versteht es, auf „unglaublich lebendige Art“ zu musizieren, schwärmte Michael Marx, dem wichtig ist, dass bei den Darbietungen der Funke ins Publikum überspringt: „Da soll wirklich was rüber kommen.“ Was Ingrid Paul bisher stets mühelos gelang. Mit ihrer „wunderbaren Harfenmusik“ sollte das aber auch Charlotte Nyborg auf Anhieb schaffen. Die frühere Kammermusikerin am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken hat den weitesten Anfahrtsweg. Lebt die Dänin doch in Andalusien, wie  Michael Marx verriet.

Begleitet werden die Damen auch in diesem Jahr vom Orchestre Symphonique SaarLorraine unter Leitung von Götz Hartmann. Mit Werken von Vivaldi und Händel und Unico Willem van Wassenaer setzt das Orchester einen klassischen Rahmen barocker Musik. Dazu gesellen sich unter anderem eine Eigenkomposition von Michael  Marx sowie irische Klänge.

Ein abwechslungsreicher Nachmittag also, und selbstverständlich „total unplugged“, wie Marx betonte, also ganz  ohne elektronische Tonverstärkung. Ernst wird es am Sonntag, 16. Dezember, um 16 Uhr. Einlass erhält man ab 15.30 Uhr in dem wie immer stimmungsvoll durch (elektrische) Kerzen erleuchteten neoromanischen Kirchenschiff. Und nach der Zugabe, die schon – ebenfalls traditionell — fest eingeplant ist? „Gibt es wieder Würstchen und Glühwein“, wofür die Pfarrjugend sorgt. Ein Fest für alle Sinne also.

Eintrittskarten sind ab sofort bei Bücher König in der Bahnhofstraße 43, Telefon (06821) 12 9 21, bei Kunstlicht Annelie Scherschel in der Langenstrichstraße 23, Telefon (06821) 14 96 26, sowie unter www.ticket-regional.de erhältlich. Unverändert bleibt im Übrigen auch der Preis von 15 Euro, ermäßigt 12 Euro. „Dass liegt daran, dass die Preise der Künstler und der Kirche stabil geblieben sind“, freut sich das Trio.

Gitarrist Michael Marx  ist einer der Akteure des Konzerts in der Neunkircher Marienkirche.
Gitarrist Michael Marx ist einer der Akteure des Konzerts in der Neunkircher Marienkirche. FOTO: Thomas Reinhardt
Das Orchestre Symphonique Saar Lorraine unter der Leistung von Götz Hartmann kommt immer wieder gerne nach Neunkirchen.
Das Orchestre Symphonique Saar Lorraine unter der Leistung von Götz Hartmann kommt immer wieder gerne nach Neunkirchen. FOTO: Ulrich Höfer