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Gerettet
Nur der Zufall verhindert Schlimmeres

Es grenzt schon an ein Wunder, dass  bei dem Brand in der Neunkircher Königstraße die Feuerwehr praktisch um die Ecke war. So konnten vier Bewohner noch rechtzeitig gerettet werden.
Es grenzt schon an ein Wunder, dass bei dem Brand in der Neunkircher Königstraße die Feuerwehr praktisch um die Ecke war. So konnten vier Bewohner noch rechtzeitig gerettet werden. FOTO: Feuerwehr/Rammo / Jan Rammo
Neunkirchen. Der Brand in einem Mehrfamilienhaus hätte tragisch enden können. Zufällig waren Feuerwehrleute als Retter in der Nähe.

Panische Hilferufe aus dem dritten Obergeschoss, dichter Rauch im Erdgeschoss. Es war ein dramatischer Einsatz am Montagnachmittag in der Neunkircher Königstraße, von dem die Feuerwehr berichtet. Und für die Menschen im Haus ging alles dank eines Zufalls gut aus.


Gegen 15.30 Uhr dringen dichte Rauchschwaden aus dem Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Als Passanten den Notruf wählten, ist bereits das ganze Treppenhaus mit giftigem Brandrauch erfüllt. Zufällig befindet sich der Mannschaftstransportwagen des Löschbezirkes Neunkirchen-Innenstadt auf einer Dienstfahrt nur wenige hundert Meter von der gemeldeten Einsatzstelle entfernt. Binnen weniger Augenblicke können die beiden Führungskräfte mit dem Feuerwehrbus das brennende Haus erreichen. Die zwei Feuerwehrmänner sehen, dass bereits elf von 21 in dem Haus gemeldeten Bewohnern vor dem Haus stehen. Sie haben sich aus eigener Kraft ins Freie gerettet. Aber vier Personen, darunter zwei Kinder, stehen im dritten Obergeschoss an den Fenstern und schreien panisch um Hilfe.

Geistesgegenwärtig bewerten die erfahrenen Feuerwehrmänner die Situation und entschließen sich, die vier Personen aus ihrer Notsituation zu retten. Feuerwehrsprecher Christopher Benkert: „Durch das schnelle Handeln der beiden Feuerwehrangehörigen konnte ein Personenschaden abgewendet werden.“



Das eigentliche Schadenfeuer löschen die Wehrleute durch das unterdessen eingetroffene Hilfeleistungslöschfahrzeug rasch ab. Im Treppenhaus waren aus bislang ungeklärter Ursache mehrere Müllsäcke und Sperrmüll in Brand geraten. Durch den verbrannten Kunststoff waren große Mengen des giftigen Brandrauchs entstanden und in die Wohnungen gezogen. Mit einem Überdrucklüfter schaffen die Wehrleute den giftigen Qualm aus dem Wohngebäude. Im Zuge der Löscharbeiten musste die Königstraße in Fahrtrichtung Unterer Markt für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Nach rund einer Stunde konnten die 25 Feuerwehrangehörigen aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Wiebelskirchen ihren Einsatz beenden.