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Evakuierung: Feuerwehr evakuiet 1700 Konzertbesucher

Evakuierung : Feuerwehr evakuiet 1700 Konzertbesucher

Ein unfreiwillige Pause gab es beim Konzert der Punkrocker von Pascow in der Neunkircher Gebläsehalle. Feueralarm wurde ausgelöst.

Das Konzert einer deutschlandweit bekannten Punkrockband in der ausverkauften Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen musste am späten Samstagabend wegen eines Feueralarms unterbrochen werden. Aus Sicherheitsgründen mussten zunächst alle rund 1700 Konzertbesucher, geführt durch die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen, die Halle verlassen. Das Konzert konnte wenig später aber fortgesetzt werden, nachdem die Feuerwehr Entwarnung gegeben hatte. Ein Feuer im Gebäude konnte nicht vorgefunden werden. Das hat der Sprecher der Neunkircher Feuerwehr, Christopher Benkert, mitgeteilt.

Zusammen mit rund 1700 Fans feierte am Samstagabend in der ausverkaufen Gebläsehalle die populäre Punkrockband Pascow nicht nur den Auftakt ihrer Deutschlandtournee, sondern auch die Veröffentlichung ihres neuen Albums. Mitten im laufenden Konzert, um kurz vor 23 Uhr, schlug die Brandmeldeanlage in der Halle Alarm, meldete ein Feuer. Neben der ohnehin verpflichtend während des Konzerts anwesenden fünfköpfigen Brandsicherheitswache der Neunkircher Feuerwehr wurden durch die Leitstelle auch die beiden Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wiebelskirchen alarmiert. Umgehend nach dem Brandalarm begann die Brandsicherheitswache, unterstützt durch den Sicherheitsdienst, die komplette Veranstaltungshalle zu räumen. Alle etwa 1700 Konzertbesucher und auch die Bands sowie das gesamte Personal mussten aus Sicherheitsgründen die Halle über die Notausgänge verlassen.

„Brandmeldeanlagen dienen der Früherkennung von Bränden, beispielsweise in Veranstaltungshallen, Krankenhäusern oder Industrieanlagen“, erklärt Feuerwehrsprecher Christopher Benkert. „Löst eine Brandmeldeanlage aus, muss die Feuerwehr zunächst von einem realen Feuer ausgehen und entsprechend handeln bis das Gegenteil bewiesen ist“, erklärt Benkert weiter. Aus Feuerwehrsicht war die Räumung der Halle daher unumgänglich. Die Evakuierung der großen Zahl an Konzertbesuchern lief weitgehend ohne Probleme und sehr diszipliniert binnen kurzer Zeit ab. Nur einige Wenige fielen negativ auf, wie etwa durch unangebrachte Selfies oder den kindischen Versuch sich hinter Vorhängen im Konzertsaal zu verstecken und sich so der zur eigenen Sicherheit notwendigen Evakuierung zu entziehen, wie es weiter heißt.

Im Verlauf der Räumung der Halle durch die Brandsicherheitswache und den Sicherheitsdienst trafen hinter der Gebläsehalle mit mehreren Löschfahrzeugen weitere Feuerwehrleute ein. Mit Hilfe der Brandmeldeanlage konnte in der weitläufigen Gebläsehalle ein Gebäudeteil als Ursprung für die Brandmeldung ausgemacht werden. Diesen suchten die angerückten Feuerwehrleute gründlich auf ein etwaiges Feuer ab, konnten jedoch weder einen Brand noch die Spuren eines bereits erloschen Feuers finden. „Nach der Bestätigung durch die Feuerwehr, dass es zu keinem Feuer in der Halle gekommen war, konnte grünes Licht für die Fortführung des Konzertes gegeben werden“, berichtet Benkert.

Nach der Entwarnung durch die Feuerwehr, etwa 40 Minuten nach Alarm, konnten die Konzertbesucher wieder in die Halle zurückkehren. Sie hatten nach dem Feueralarm zunächst bei der widrigen und kalten Witterung im Freien den Feuerwehreinsatz abwarten müssen. Aufgrund der bei der Evakuierung gebotenen Eile war es nicht möglich den Gästen an der Garderobe ihre Jacken auszugeben, weshalb diese teils nur in T-Shirts im Freien ausharren mussten. Schon kurz nach dem Einsatzende für die Feuerwehr konnte die Band ihren Auftritt vor wieder fast vollständig anwesendem Publikum fortsetzen und zu Ende führen. Nur wenige Gäste hatten das Ende des Feuerwehreinsatzes nicht abgewartet und hatten verfrüht den Heimweg angetreten.

Während die wegen des Feueralarms ausgerückten 30 Feuerwehrangehörigen aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Wiebelskirchen gegen 23.40 Uhr wieder abrücken konnten, blieb die Brandsicherheitswache weiter vor Ort. Die fünf freiwilligen Feuerwehrmänner hatten ihren Dienst zur Absicherung des Konzertes gegen 19 Uhr angetreten und setzten ihn bis zum Konzertende gegen 1 Uhr in der Nacht fort.