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Die Panther sind noch nicht bissig

Die Panther sind noch nicht bissig

Der Saisonstart für die Handball-Mannschaften aus dem Kreis in die Saarlandliga war durchwachsen. Illtal II gewann gegen Brotdorf denkbar knapp. Ottweiler und Merchweiler hingegen unterlagen deutlich.

"Anstrengend, nervenaufreibend. Ein typisches erstes Saisonspiel", fasst Marcus Kochert die Saarlandliga-Premiere seiner Handball-Mannschaft zusammen. Die HF Illtal 2 gewannen den Saisonauftakt in Uchtelfangen knapp - aber letztendlich verdient mit 30:29 gegen die Gäste des TuS Brotdorf . Dabei hätte es gar nicht so knapp werden müssen. Zur Halbzeit stand es 15:13, zehn Minuten vor Schluss führten die Gastgeber gar mit sechs Toren Vorsprung. Dass es nochmal spannend wurde, lag ein einer "kurzen Schwächephase", in der sich "technische Fehler und schlechte Abschlüsse häuften". Im Endeffekt ist Kochert mit dem Ausgang aber zufrieden. "Moritz Dörr war in der Abwehr ein Garant und auch Yannick Jungblut und Tim Gross konnten Akzente setzen. Das war ein glücklicher, aber verdienter Auftakt, der uns ein wenig Euphorie mitbringt."

Die HSG Ottweiler/Steinbach erwischte in ihrem ersten Saisonspiel keinen guten Tag. Gegen Aufsteiger SGH St. Ingbert verlor sie zu Hause mit 25:31. Dabei sah es anfänglich gar nicht schlecht aus. Die Mannschaft startete angetrieben von den eigenen Zuschauern mit 4:1 und konnte das Spiel bis zur Halbzeit offen halten. Mit 11:12 ging es in die Kabinen. Auch nach der Pause spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Erst in den Schlussminuten hatten die Hausherren nichts mehr entgegenzusetzen und mussten sich geschlagen geben. "Der Angriff war zu statisch und die Abwehr muss wesentlich besser werden. Wir haben zu viele einfache Tore bekommen, sodass wir nicht ins schnelle Spiel gekommen sind", resümiert Trainer Tobias Frei. Etwas Positives gab es für ihn dann doch: "Patrick Richter, der mit neun Toren unser bester Werfer war, war ein Lichtblick."

Der TV Merchweiler setzte seinen Saisonstart ebenfalls in den Sand. Gegen die Löwen der HSG TVA/ATSV Saarbrücken unterlag der TV in der heimischen Allenfeldhalle mit 27:34. Der TV Merchweiler schaffte es zu Beginn, den Hauptstädtern mit guter Abwehrleistung Paroli zu bieten. Es entwickelte sich bis zur Pause eine Partie auf Augenhöhe. Im zweiten Durchgang konnten die Panther ihr Können nicht mehr ganz abrufen. So wurde aus einer 16:15-Halbzeitführung die ziemlich deutliche Niederlage. Trainer Zeljko Rubil führt das auf verschiedene Ursachen zurück: "In Halbzeit zwei konnten wir nicht mithalten. Saarbrücken hat den Druck erhöht, wir waren nicht mehr in der Lage standzuhalten. Es fehlte die Kondition. Zum Schluss haben wir uns aufgegeben, was ich nicht gut finde", so Rubil weiter. Der Trainer stellt aber gleichzeitig klar: "Die Mannschaft ist ziemlich neu, wir sind nicht eingespielt wie sonst. Ich bin guter Dinge, wenn wir weiter fleißig arbeiten."