| 21:06 Uhr

Neunkircher Nächte
Ein Meister der Spitzfindigkeit

Klavierkabarettist Bodo Wartke präsentierte in der Gebläsehalle in Neunkirchen sein neues Programm.
Klavierkabarettist Bodo Wartke präsentierte in der Gebläsehalle in Neunkirchen sein neues Programm. FOTO: Volker Ammann
Neunkirchen. Kabarettist Bodo Wartke begeisterte das Publikum mit viel Wortwitz. Von Volker Ammann

Vor ausverkauftem Haus präsentierte Bodo Wartke am Freitagabend ein mitreißendes Klavierkabarett.


Mit seinem aktuellen Programm stellt der Künstler unter Beweis, dass es möglich ist, sich treu zu bleiben und dennoch neue Begegnungen und Einflüsse einzuarbeiten. Wartkes Tour-Manager Florian Klein meint dazu: „Bodo hat sich vom rein lustigen zum gesellschaftskritischen Kabarettisten gewandelt.“ Sinnend und singend fordert der Künstler sein Publikum auf, sich neue Perspektiven für seine Weltanschauung zu schaffen. Dazu stellt er einfache, existenzielle Fragen. Der Klavierkabarettist beleuchtet Ausnahme- und „Dazwischenzustände“. Was macht der Clown, wenn er traurig ist? Warum haben wir so ein Faible fürs Knöpfedrücken? Und nach wie vor, es ist die Liebe, ob unerfüllt oder zu dritt, die den fabulierenden Poeten umtreibt.

Seine vorläufige Antwort lautet: leidenschaftlich handeln, abwarten und Tee zubereiten! Das tut er dann auch im zweiten Teil der Vorstellung in einer gemütlichen Sitzecke. Dort liest er, auf seine eigene, persiflierende Art, die Arie „Königin der Nacht“ aus Mozarts Zauberflöte, die er anschließend am Flügel musikalisch auch vorträgt.



Im zweiten Teil des Programms geht Wartke auf brandaktuelle Themen ein, wie den Hambacher Forst. Mit dem Lied „Der Hambacher Wald“ begeistert er seine Fans. Der Erlös dieser Platte kommt ausschließlich der „Planet Earth First“-Kampagne von Greenpeace zugute.

Wartkes vollendete Reimkultur kommt beim Publikum hervorragend an. So äußert sich Corinna Schmitt aus Homburg rundum begeistert: „Mir gefällt die Spitzfindigkeit und der Wortwitz von Bodo. Sein hintergründiger Humor regt immer wieder zum Nachdenken an.“