| 20:33 Uhr

Wochenkolumne
Haldenbahn schafft Frequenz

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Mit Begrifflichkeiten ist das ja immer so eine Sache. „Zukunftsort Reden“ - naja, das klang vor Jahren ein bisschen wie das Pfeifen im Walde. War der Ort nicht eher Stein und Stahl gewordene Vergangenheit, kaum bis gar nicht wiederzubeleben? Aus dem Zukunftsort ist terminologisch der Erlebnisort geworden. Was es dort zu erleben gibt, ist dem einen schon zu viel, dem anderen zu wenig. Von Michael Beer

Mit der geplanten Haldenbahn dürfte sich das Besucheraufkommen auf dem Berg deutlich erhöhen. Touristisch betrachtet ist sie somit ein klares Plus. Und Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, werden sich auch darauf freuen. Sie müssen dann nicht auf den kleinen Shuttle-Bus warten, um auf die Alm zu kommen. Wer hingegen einfach gerne mal über die Haldenschleife gelaufen ist, um sich den Wind um die Nase wehen zu lassen und dabei ungestört den Fernblick zu genießen, der hat heute schon nicht mehr so viel Vergnügen oberhalb von Landsweiler. An schönen Tagen ist dort oben viel los. Aber so ist es halt mit besonderen Orten. Die hätte man gerne für sich alleine, aber das ist weder gerecht noch durchzusetzen. Der Erlebnisort Reden hat sich im Tal und auf der Halde in den vergangenen Jahren mühsam, aber doch stetig entwickelt. Wenn die Bahn wie angekündigt kommt, geht diese Entwicklung weiter. Sollte sie doch scheitern, freuen sich die Natur-pur-Liebhaber.