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Wiesbacher Auftaktgegner SVN steckt im Finanzchaos

Wiesbacher Auftaktgegner SVN steckt im Finanzchaos

Für die Fußballer vom FC Hertha Wiesbach hebt sich heute Abend der Vorhang zur neuen Oberliga-Saison. Zum Auftakt müssen die Gelb-Schwarzen um 19 Uhr auswärts beim Regionalliga-Absteiger SVN Zweibrücken ran.

Obwohl der SVN in der vergangenen Saison noch eine Liga höher gegen den Ball trat und gegen Mannschaften wie den 1. FC Saarbrücken um Punkte kämpfte, ist Wiesbach heute im Westpfalz-Stadion der Favorit. Denn nach dem Absprung wichtiger Sponsoren drückt die Zweibrücker ein Schuldenberg von 160 000 Euro. Seit Mitte Juli läuft sogar ein vorläufiges Insolvenzverfahren . Vom Kader der vergangenen Saison hielten nur zwei Spieler dem Verein die Treue. Zwar hat Zweibrücken mittlerweile 15 Neuzugänge verpflichtet. Die meisten von ihnen spielten zuvor aber in unterklassigen Vereinen und schlossen sich dem SVN nach einem kurzfristig anberaumten Sichtungstraining an.

Dementsprechend chaotisch gestaltete sich auch die Vorbereitung des Clubs. Erst vor zwei Wochen stieg der SVN unter dem neuen Trainer Sorin Radu wieder in das Mannschaftstraining ein. Vor Radu hatten bereits drei andere Übungsleiter kurzfristig in Zweibrücken angeheuert - den Verein kurz darauf aber wieder fluchtartig verlassen.

Hertha-Innenverteidiger Marius Neumeier warnt dennoch: "Zweibrücken ist eine Wundertüte. Wir müssen die Partie genauso ernst nehmen wie jede andere Spiel auch", weiß Neumeier, der 2011 selbst ein halbes Jahr für den SVN aktiv war. Und Trainer Heiko Wilhelm bekräftigt: "Wir werden uns von niemandem einreden lassen, dass dies eine leichte Aufgabe wird."