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Flurbereinigung in Eppelborn erfolgreich bewältigt

Flurbereinigung in Eppelborn erfolgreich bewältigt

Ein Flurbereinigungsverfahren ist oft kompliziert, müssen doch dabei unterschiedliche Eigentümerinteressen unter einen Hut gebracht werden. Gemeinsam mit dem Land bewältigte die Teilnehmergemeinschaft Eppelborn diese Bodenneuordnung erfolgreich.

Die Situation stellte sich zu Anfang recht schwierig dar: Hier die Landwirte, die nicht daran dachten, ihre fruchtbaren Böden aufzugeben, und da die Naturschützer, die das Naturschutzgroßvorhaben "Gewässerrandstreifenprogramm Ill" vorantreiben wollten und für die Umsetzung die Grundstücke der Landwirte brauchten. Diese Ausgangslage für eine Flurbereinigung in Eppelborn beschreibt das Saarbrücker Umweltministerium in einer Pressemitteilung.

Sie sei keine einfache Aufgabe für die Mitarbeiter des Landesamtes für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung (LVGL) gewesen, die mit Blick auf die Realisierung des Naturschutzprojektes eine Flurbereinigung durchführen sollten. Die Flurbereinigung ist ein Bodenneuordnungsverfahren, das sich in der Regel über viele Jahre hinzieht. In einem oft komplizierten Abstimmungsprozess müssen unterschiedliche Eigentümerinteressen unter einen Hut gebracht werden.

Die Teilnehmergemeinschaft von Eppelborn hätten trotz aller Widrigkeiten gemeinsam mit dem LVGL die Bodenneuordnung erfolgreich bewältigt, heißt es. Die betroffenen Landwirte hätten sich in der überwiegenden Mehrheit mit den angebotenen, meist größeren Ersatzflächen außerhalb des Projektgebietes einverstanden erklärt. "Die aufgeschlossene, positive Haltung aller Akteure hier in der Gemeinde Eppelborn war wichtig und förderlich für den Prozess. In dem vergleichsweise dicht besiedelten Raum konnten Interessenkonflikte zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Freizeitnutzung nur durch ein Flurbereinigungsverfahren gut gelöst werden", so Umweltminister Jost.

Jost überreichte am Mittwoch in Eppelborn zwei Zuwendungsbescheide über insgesamt rund 490 000 Euro an die Teilnehmergemeinschaft. Mit diesem Geld aus Mitteln der "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" werde der Wegebau im neu geordneten Bereich gefördert. Das Zusammenlegungsverfahren umfasse eine Fläche von 1307 Hektar bei 1006 beteiligten Grundstückseigentümern. Als Ausgleich für den Wegebau seien bisher 277 Alleebäume, 374 Obstbäume und 400 Sträucher gepflanzt worden. Das Flurbereinigungsverfahren solle Ende 2015 abgeschlossen sein.