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Serie: Merzig-Wadern rockt
„Wir spielen alles laut und schnell“

The Anti Anti Supergroup sind:Benjamin Kiepurning, Julia Bernarding, Timo Eggs, Ralf Krämer und Tobias Peter (von links).
The Anti Anti Supergroup sind:Benjamin Kiepurning, Julia Bernarding, Timo Eggs, Ralf Krämer und Tobias Peter (von links). FOTO: Tobias Peter
Lockweiler. Die Punk-Cover-Band The Anti Anti Supergroup aus Lockweiler spielt Radiosongs absolut radiountauglich.

Nicht ganz so ernst aber schick tritt die Cover-Band „The Anti Anti Supergroup“ auf. Mit Ihrem professionellen Bühnen-Outfit steht die Band auf der Bühne, nachdem sie vor jeder Show einen grünen Waldmeister-Schnaps erst gemeinsam trinken und dann den Rest der Flasche an die Menge verteilen. Im Interview sucht Benjamin Kiepurning aus Lebach, der Gitarrist der Band, eine passende Beschreibung für ihre Show. Da steckt nämlich ein kleines Konzept dahinter.



Mit wem stehst du als „The Anti Anti Supergroup“ auf der Bühne?

Benjamin Kiepurning: Mit meinem Gitarristen-Partner Timo Eggs, Julia Bernarding, der Sängerin, Tobias Peter, dem Schlagzeuger, und dem Bassisten Ralf Krämer.

Ihr spielt Radio-Hits der 80er und 90er Jahre. Gibt es eine spezielle Richtung?

Kiepurning: Nein, überhaupt nicht. Wir spielen alles! Aber vorzüglich spielen wir Radio-Hits so, wie sie wahrscheinlich ursprünglich gedacht waren – nämlich laut und schnell. Wir nehmen die Radiotauglichkeit heraus! Aber klar: Wir sind eine Punk-Cover-Band.

Genau! Und da seid Ihr nicht die Einzige. Was macht Euch speziell?

Kiepurning: Dass wir das Ganze nicht allzu ernst nehmen. Und ein kleines Konzept steckt ja auch irgendwie dahinter.

Das wäre?

Kiepurning: Zum Ersten das Bühnenoutfit. Wir Männer tragen immer Schwarz-Weiß. Ganz schick in Anzug und Hemd mit Hosenträgern. Julia bringt dann mit ihren bunten Kleidern Farbe ins Spiel. „Punk- und Show-Revue“ haben wir es erst letztes Wochenende genannt. Das trifft das Konzept wohl am Besten.

War das von Anfang an so?

Kiepurning: Wir wollten zuerst eine Band machen, die ein bisschen wie „Me First And The Gimme Gimmes“ ist. Das ist die Nebenband des Sängers von Nofx. Die machen auch nur Punk-Covers und nehmen das ganze ähnlich wenig ernst wie wir. Außerdem tragen sie auch immer schicke Bühnen-Klamotten wie Seiden-Hemden und weiße Lederschuhe, Anzüge oder Hawaiihemden. Das hat uns inspiriert, sodass wir gesagt haben: wenn wir covern, dann so! Und damit war auch klar, dass wir ein ordentliches Bühnenoutfit brauchen.

Wer sind denn sonst Eure Vorbilder?

Kiepurning: Das ist ganz unterschiedlich. Jeder von uns fährt eine andere Schiene. Timo kommt aus der Metal-Ecke, Tobi hört Punk und Ska, Julia ist eher der ruhigere Typ, auch im Metal-Bereich und Ralf und ich sind im Punk zu Hause. Wobei ich auch ganz viel Roch’n’Roll und Rockabilly höre.

Ans Eingemachte: Was hat es mit dem Schnaps-Ritual auf sich? Ich habe gelesen, Ihr trinkt auch mal gerne ein Gläschen auf der Bühne.

Kiepurning: Zu Anfang jedes Auftritts trinken wir ein Schnäpschen zusammen. Das ist immer so ein grüner Waldmeister-Schnaps. Der Rest der Flasche geht ins Publikum.

Wie kommt das bei den Zuschauern an?

Kiepurning: (lacht) Es sorgt für ausgezeichnete Stimmung.

Wie habt Ihr Euch kennengelernt?

Kiepurning: Ich bin erst seit einem Jahr dabei. Aber generell haben sich alle bei Konzerten kennengelernt, bei denen wir gespielt haben. Unser Schlagzeuger Tobi trommelt auch bei Skafield und Timo hat vorher bei „Hard Cut“ und „Vampires On Tomato Juice“ gespielt.

Du bist seit einem Jahr dabei. Seit wann gibt es die Band denn schon?

Kiepurning: Der erste Gig war vor genau einem Jahr in Otzenhausen, und die Band gibt es seit zwei Jahren. Sie haben ein Jahr lang geprobt und ihr Debüt gegeben. Dann bin ich dazu gekommen.

Habt Ihr schonmal überlegt, eigene Songs zu machen?

Kiepurning: Nein, nicht in dem Zusammenhang. Jeder von uns schreibt eigene Lieder in seinen Projekten, aber das passt nicht zur Anti Anti Supergroup.

Was ist denn Dein eigenes Projekt?

Kiepurning: Ich stehe sonst alleine mit meiner Akustik-Gitarre als „Ben Friday“ auf der Bühne.

Wo hast Du denn Deine Auftritte als Akustik-Gitarrist?

Kiepurning: Ich trete meistens außerhalb der saarländischen Grenzen auf.

Habt Ihr auch eine CD?

Kiepurning: Ja, es gibt eine, da sind sieben Songs drauf wie zum Beispiel Covers einzelner Lieder von Elvis Presley, R.E.M. oder auch mal John Lennon. Die kann man allerdings nur bei unseren Auftritten kaufen, wobei man einige der Songs auch auf Soundcloud findet. Ein Video von „I’m A Believer“ gibt es bei Youtube zu sehen.

Wo kommt denn eigentlich der ungewöhnliche Name her?

Kiepurning: Den gab es schon, als ich dazu kam. Die Erste Idee war die 0815’s, der Name wurde dann glücklicherweise einstimmig abgelehnt.

Die Fragen stellte Ann Sophie Willeitner

(asg)