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Juniorwahl am HWG
HWG-Schüler stimmen zur Bundestagwahl ab

Geheimes Kreuzchen machen in der Wahlkabine: beim Schulprojekt „Juniorwahl“ wird die Bundestagswahl so realitätsnah wie möglich vermittelt.
Geheimes Kreuzchen machen in der Wahlkabine: beim Schulprojekt „Juniorwahl“ wird die Bundestagswahl so realitätsnah wie möglich vermittelt. FOTO: Juniorwahl
Wadern. Alles wie echt: Beim Projekt „Juniorwahl“ geht es darum, die Bundestagswahl in all ihren Facetten kennen zu lernen und abzustimmen.

() Seine Stimme zur Bundestagswahl abgeben, und das mit 15? Hat sich am Wahlalter in Deutschland etwas geändert? Hat es nicht. Und doch kann man am Hochwald-Gymnasium schon mit 15 wählen. Das liegt daran, dass sich die Schule an dem bundesweiten Projekt „Juniorwahl“ beteiligt. Dabei wird den Teilnehmern vermittelt, wie die Bundestagswahl abläuft, und zwar so realitätsnah wie möglich.


So hat die Klasse 9c etwa zwei Wahlhelferinnen bestimmt. Diese führen in der Klasse das Wählerverzeichnis und füllen für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler die Wahlbenachrichtigung aus. Aus dieser erfahren die Jungwähler, wo und wann sie wählen können. In der Woche vor der Bundestagswahl öffnen dann am HWG die Wahllokale. Und auch hier geht es zu wie bei der richtigen Wahl. Bei Übergabe der Wahlbenachrichtigung erhalten die Jugendlichen von den Wahlhelfern den Stimmzettel des Wahlkreises Saarlouis, in dessen Gebiet sich das Hochwald-Gymnasium befindet. Dann suchen sie Wahlkabinen auf, um geheim ihren Stimmzettel auszufüllen. Anschließend wird dieser unter den strengen Augen der Wahlhelfer in die versiegelte Urne geworfen. Besonders spannend geht es im Wahlkreis Saarlouis bei der Erststimme zu, da mit Peter Altmeier und Heiko Maas zwei Bundesminister als Direktkandidaten gegeneinander antreten.

Alle Klassen, die Politik als Unterrichtsfach haben, beteiligen sich am HWG an diesem Projekt. Im Vorfeld der Wahl wurde das Wahlsystem im Unterricht intensiv besprochen. Die Tatsache, dass die Schüler selbst wählen dürfen, hat nach Einschätzung von Politiklehrer Edwin Didas dazu geführt, dass eine besonders große Motivation bei der Behandlung des Themas Bundestagswahl im Unterricht festzustellen war.



Freitags vor der „echten“ Bundestagswahl kommt es dann zur Auszählung der HWG-Stimmen. Das Ergebnis darf dann aber noch nicht bekanntgegeben werden. Es muss nach Berlin an die Initiatoren des Projektes Juniorwahl gemeldet werden. Am Tag der Bundestagswahl spielt die Uhrzeit 18 Uhr eine besondere Rolle. Dann schließen die Wahllokale, und die ersten Hochrechnungen werden veröffentlicht.

Ein Ergebnis aus der Waderner Schule steht aber am Sonntag um 18 Uhr schon fest und wird ebenfalls dann veröffentlicht, nämlich das Abstimmungsergebnis der bundesweiten „Juniorwahl“. Es wird interessant sein zu sehen, wie die Jungwähler im Vergleich zu den „echten“ Wählern abgestimmt haben. Und die  Schüler aus Wadern haben die Gewissheit, dass sie einen kleinen Teil zum bundesweiten Juniorwahlergebnis beigetragen haben. Viele von ihnen freuen sich dann schon auf die nächste Bundestagwahl, da sie dann alt genug sein werden, um zu wählen.

Jugendliche stimmen ab.
Jugendliche stimmen ab. FOTO: Juniorwahl