1. Saarland

Schüler üben den Urnengang

Schüler üben den Urnengang

An dem Projekt Juniorwahl 2013 hat sich auch das St. Wendeler Gymnasium Wendalinum beteiligt. Das Wahlergebnis der Schüler folgte dem Trend der Bundestagswahl. Die CDU lag vorne.

Juniorwahl - das ist Üben und Erleben von Demokratie: In Kooperation mit der Bundeszentrale für Politische Bildung und unter der Schirmherrschaft des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert fand die sechste bundesweite Juniorwahl statt. Über 500 000 Schüler gaben bundesweit ihre Stimme ab.

Auch das Gymnasium Wendalinum nahm als eine von neun saarländischen Schulen daran teil. Insgesamt hatten 355 Schüler ab Klasse 9 in der Woche vor der Bundestagswahl die Möglichkeit, in einer simulierten Wahl am Computer zu wählen. Wie bei der echten Wahl kamen die wahlberechtigten Schüler ins Wahllokal im PC-Saal, gaben ihre Wahlbenachrichtigung ab und wurden im Wählerverzeichnis abgehakt. Anders als in der Realität wählte man aber am Computer: Statt Kreuzchen für die Erst- und Zweitstimme gab es ganz modern Klicks per Maus. Dank vieler Schüler aus Klasse 10 und 12, die sich als Wahlhelfer betätigten, lief die Wahl reibungslos ab.

Das Ergebnis der Juniorwahl am Wendalinum hat viele Ähnlichkeiten mit dem der Bundestagswahl. Im Wahlkreis siegte Nadine Schön (CDU) mit 52 Prozent klar vor Christian Petry (SPD), dem 17,7 Prozent der Schüler ihre Stimme gaben. Auch bei den Zweitstimmen ging die Mehrzahl der Stimmen an die beiden großen Parteien (CDU: 31 Prozent, SPD: 18,8 Prozent). Drittstärkste Partei wurden bei den Gymnasiasten aber - im Gegensatz zur Wahl der Erwachsenen - mit einem zweistelligen Ergebnis die Grünen (16,2 Prozent). Auch die Piraten waren mit 13,5 Prozent der Stimmen im Junior-Bundestag vertreten. Überraschend die Zustimmung für die FDP: Sie wäre mit 8,1 Prozent der Zweitstimmen nicht an der 5-Prozent-Hürde gescheitert. So lag sie deutlich vor der Linken (6,4 Prozent). Alle jugendlichen Wähler haben einen guten Einblick ins deutsche Wahlsystem erhalten und sind gerüstet, wenn es als Erstwähler zum ersten Mal an die Urne geht. Die Wahlbeteiligung von 84,5 Prozent kann sich sehen lassen und zeigt, dass das Projekt Schüler zum Wählengehen motiviert.