Ehrung langjähriger Blutspender in Wadern

Wadern : Menschenleben retten liegt ihnen im Blut

Seit 52 Jahren ruft das Waderner DRK-Team zur Blutspende auf. 340 Mehrfachspender kamen, dazu zwölf Erstspender.

Überzeugungsarbeit für das Blutspenden muss in der Hochwaldstadt nicht mehr geleistet werden, denn seit etlichen Jahren kommen die Blutspender in großer Anzahl zum Aderlass. Auch die jüngste Spendenaktion in der Herbert-Klein-Halle, der insgesamt 147. Termin seit 1967, war mit 340 Mehrfachspendern wiederum sehr gut besucht, dazu wurden zwölf Erstspender registriert.

„Ein Sonderlob an unsere große treue Stammkundschaft, aber auch an die vielen jugendlichen Erstspender“, dankte Paul Schmitt, der DRK-Beauftragte für das Blutspenden im Hochwald, auch im Namen unzählig geretteter Menschen, die schon eine Blutspende erhalten haben und damit am Leben bleiben konnten.

Für die Stadt Wadern gratulierte deren Beigeordneter Manfred Paulus den zahlreichen Wiederholungstätern für ihren selbstlosen Einsatz zur Rettung von Menschenleben. Er sprach ihnen Dank, Anerkennung und Respekt aus. Sein Dank galt aber auch den vielen freiwilligen Rotkreuzlern aus den städtischen Ortsvereinen, die neben den Ärzten des Blutspendendienstes Bad Kreuznach bei der Abnahme der Blutspenden im Einsatz sind. DRK-Referent Christoph Ernwein appellierte an die Blutspender, im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis Werbung für das Blutspenden zu machen.

Zudem erläuterte der Referent, dass mit einer Blutspende gleich drei Menschenleben gerettet werden können. Außerdem diene die Blutspende der eigenen Sicherheit, wenn gleich eine Blutuntersuchung beim DRK nicht den Besuch beim Hausarzt ersetzt.

„Darauf dürfen Sie stolz sein“, unter diesem Motto gratulierten Schmitt, Paulus und Ernwein wiederum den zahlreichen Mehrfachspendern, die mit Ehrenzeichen, Urkunden und Geschenken ausgezeichnet wurden.

Für 100 Blutspenden wurde Alfons Gimmler (Steinberg) ausgezeichnet, ebenso Peter Laux (Löstertal) und Rolf Meyer (Wadrill), dazu auch Hannelore Holzemer (Morscholz).

Für Gimmler, für den als Feuerwehrmann die Hilfe am Mitmenschen weit oben steht, war der Spagat zum Blutspender von daher nicht allzu groß, auch nicht dafür, sich als Stammzellenspender bei der Stefan Morsch Stiftung registrieren zu lassen. „Erstmals war ich Anfang der 70er Jahre bei der Bundeswehr zum Blutspenden, später bin ich dann mit weiteren Feuerwehrkameraden zum Blutspenden gegangen und bin dabei geblieben“, erzählte Gimmler. Auch für die Spende von Stammzellen kam er schon mal in Frage, aber die Übereinstimmung sei allerdings keine eindeutige 100 Prozent gewesen. Ebenso wie für Gimmler steht auch bei Rolf Meyer die Hilfe für den Mitmenschen oben an. „Ich tue das aus Überzeugung, um Menschen zu helfen, auch weil Blut tagtäglich benötigt wird, zumal es nicht künstlich hergestellt werden kann“, sagte Meyer. Sein Wunsch, es sollten sich mehr Menschen hierbei engagieren.

Ihre erste Spende hatte Hannelore Holzemer nach dem Erreichen der Volljährigkeit. „Das war noch in der Hauptschule Wadern“, erzählte sie. Ihre Devise sei es gewesen, zumal als junge Führerscheinbesitzerin, anderen helfen zu wollen aber auch selbst Hilfe erfahren, wenn es mal notwendig wäre, zumal sie eine sehr seltene Blutgruppe habe. „Und mit jeder per Post ins Haus flatternden Einladung über den nächsten Spendentermin bin ich hin. So macht man dann irgendwann die 100 voll“, sagte sie lachend. Peter Laux kommt seit etwa 40 Jahren zu den Blutspendenterminen, mehr oder weniger regelmäßig, hat die gleiche Motivation wie seine übrigen Jubilare, die ebenfalls die Hundert erreicht haben.

Der nächste Blutspendetermin in Wadern ist am Freitag, 23. August, 16 bis 20.30 Uhr, in der Herbert-Klein-Halle geplant.