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Selbsteinschätzung und die Realität

Selbsteinschätzung und die Realität

Mit einer gesunden Selbsteinschätzung ist das so eine Sache. Auch bei Fußballtrainern. Da warnt der eine ständig vor dem nächsten Gegner, obwohl der abgeschlagen Tabellenletzter ist. "Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen", ist in diesem Zusammenhang ein unsäglicher Satz. Andere hingegen neigen eher zur Überschätzung. Ein schönes Beispiel dafür lieferte Bundesligist Hannover 96

Mit einer gesunden Selbsteinschätzung ist das so eine Sache. Auch bei Fußballtrainern. Da warnt der eine ständig vor dem nächsten Gegner, obwohl der abgeschlagen Tabellenletzter ist. "Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen", ist in diesem Zusammenhang ein unsäglicher Satz. Andere hingegen neigen eher zur Überschätzung. Ein schönes Beispiel dafür lieferte Bundesligist Hannover 96. "Wir haben dort eine Chance. Es ist nicht leicht, gegen uns ein Tor zu schießen", meinte Trainer Mirko Slomka vor dem Spiel bei Bayern München. Nun ja, Herrn Robben fiel es beim 7:0 trotz Herrn Slomkas Worten nicht allzu schwer, Tore zu schießen.Auch gut erinnern können wir uns noch an ein Heimspiel der Frauen des 1. FC Saarbrücken vor einigen Jahren in der Bundesliga gegen den 1. FFC Frankfurt. Da meinte eine FCS-Spielerin so schön: "Frankfurt kocht auch nur mit Wasser." Nur leider war das Wasser der Frankfurterinnen dann doch ein wenig heißer, wie die am Ende fast zweistellige Niederlage gegen den FFC bewies.So wie unsere Frauenfußballerinnen mussten auch die Spieler des FC Fitten in dieser Saison als neu gegründeter Verein Lehrgeld bezahlen. Jetzt läuft es besser in der Kreisliga A Untere Saar. Das 2:1 gegen den SV Biringen-Oberesch war am Wochenende der zweite Sieg dieser Saison und somit auch der Vereinsgeschichte. Aber abseits der Tagesaktualität ist es am besten, realistisch zu bleiben. Keine überhöhten Erwartungen wecken. Aber auch nicht wie ein anderer berühmter Basketball-Trainer im Saarland es macht, vor einem mit 30 Punkten gewonnenen Spiel gebetsmühlenhaft zu warnen. Ansonsten sehen wir von der Presse uns nämlich gezwungen, die Prognosen den handelnden Personen um die Ohren zu hauen. Mit oder ohne Wasser.