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Mettlacher Rat fordert mehr Verkehrssicherheit auf der L170

Mettlach. Die Freien Bürger Mettlach (FBM) hatten in einem Dringlichkeitsantrag beantragt, dass der Rat über dieses Thema sprechen solle. Seitdem die Tunnelröhre in Fahrtrichtung Luxemburg wegen Modernisierungsarbeiten gesperrt worden ist, rollt der Verkehr in diese Richtung über eine Umleitungsstrecke, die L170, die mit Wehingen und Tünsdorf auch zwei Ortsteile von Mettlach passiert Von SZ-Redakteur Christian Beckinger

Mettlach. Die Freien Bürger Mettlach (FBM) hatten in einem Dringlichkeitsantrag beantragt, dass der Rat über dieses Thema sprechen solle. Seitdem die Tunnelröhre in Fahrtrichtung Luxemburg wegen Modernisierungsarbeiten gesperrt worden ist, rollt der Verkehr in diese Richtung über eine Umleitungsstrecke, die L170, die mit Wehingen und Tünsdorf auch zwei Ortsteile von Mettlach passiert. Anwohner aus der Region hatten sich massiv über die gestiegene Verkehrsbelastung und das gestiegene Unfallpotenzial in ihren Ortschaften beschwert. Erst vor wenigen Tagen hatte sich eine Bürger-Initiative gegründet, die sich für mehr Verkehrssicherheit auf der L170 stark macht. Dieser Forderung schließt sich auch der Mettlacher Gemeinderat an. In seiner Resolution appelliert er an den saarländischen Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) und das Bundes-Verkehrsministerium als Auftraggeber der Tunnelsanierung, alles daran zu setzen, die problematische Verkehrssituation durch gezielte Maßnahmen zu verbessern. In dem Resolutionstext wird hierzu vorgeschlagen, Geschwindigkeitsanzeigen an den Ortseingängen von Wehingen und Tünsdorf aufzustellen, damit die Verkehrsteilnehmer auf ein möglicherweise zu hohes Tempo aufgemacht werden. Auch wird gefordert, die bislang provisorische Fußgängerampel in der Ortsdurchfahrt von Wehingen durch eine dauerhafte Ampel zu ersetzen. Weiterhin fordert der Gemeinderat von den Verantwortlichen, dass bei der demnächst anstehenden Modernisierung der zweiten Tunnelröhre wenigstens dort die sicherheitstechnischen Voraussetzungen geschaffen werden sollen, um in Zukunft den Verkehr einspurig in zwei Richtungen durch diese Röhre zu führen. Dazu müsste unter anderem ein Luft-Absaugsystem in der Röhre installiert werden, was bislang nicht vorgesehen ist. Nach Auskunft des LfS soll der Tunnel auch nach Abschluss der rund sechs Millionen Euro Modernisierung gemäß der geltenden Sicherheits-Bestimmungen nicht für gegenläufigen Verkehr geeignet sein. Auch wird in der Ratsresolution gefordert, dass die bevorstehenden Erneuerungsarbeiten an der Fahrbahndecke der A8 im Bereich Schwemlingen-Weiler so koordiniert werden soll, dass es nicht zu einer zeitlichen Verlängerung der bestehenden Umleitung kommt. Wegen der Tunnelsanierung wird die Umleitungsregelung voraussichtlich noch bis September bestehen bleiben. Die bereits ausgeschriebenen Arbeiten auf der Fahrbahndecke der A8 sollen nach dem Willen des Mettlacher Rates noch in dieser Zeit erledigt werden. Außerdem wird vorgeschlagen, diese Arbeiten möglichst im Nacht- und Wochenendbetrieb auszuführen, um die dadurch zu erwartenden Belastungen in erträglichem Rahmen zu halten.