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Wort zum Alltag
Gott hat Gefallen an Menschen, die lachen können

Im alttestamentlichen Buch Kohelet heißt es im dritten Kapitel: „Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit.“ Und dann nennt der Verfasser die verschiedenen Zeiten, unter anderen auch „eine Zeit zum Lachen“ (Koh 3,4).

Die Zeit um Fastnacht ist eine solche Zeit, die uns zum Lachen einlädt. In den Fastnachtsveranstaltungen werden Sketche aufgeführt und Witze erzählt, die uns zum Lachen bringen sollen.


Ich selbst lache gerne, nicht nur wenn Fastnacht ist, und ich bringe andere auch gerne zum Lachen. Ein fröhliches Lachen, das von Herzen kommt, nicht das Auslachen, kann so gut tun und hat so viele positive Auswirkungen: Mit einem liebevollen Lachen kann eine Brücke zwischen Menschen gebaut werden; es wirkt besänftigend und konfliktbegrenzend, es wirkt ansteckend und kann zu einer guten Atmosphäre beitragen.

In der Medizin wird Lachen als Therapieunterstützung eingesetzt; es hat also eine heilende Wirkung, was in der Redewendung „Lachen ist gesund“ zum Ausdruck kommt. So werden speziell auf Kinderstationen gute Erfahrungen mit regelmäßigen Auftritten von Klinikclowns gemacht. Durch Lachen werden Stresshormone im Blut verringert und Glückshormone ausgeschüttet. Das Immunsystem wird gestärkt und die Schmerzempfindung verringert.

Ich glaube, Gott hat Gefallen an Menschen, die fröhlich sind und lachen können. Und ich wünsche, dass uns Menschen das Lachen nie vergeht, auch wenn mal schwere Zeiten auf uns zukommen. Denn, so sagte es Nicolas Chamfort (französischer Schriftsteller, 1741-1794): „Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat.“

Peter Alt,
Pfarrer in Losheim am See