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Britten
Mächtig was los in Great Britten

Bei den Britter Hirtzen tanzte die Juniorengarde, im Hintergrund Prinzenpaar Heidi und Dirk.
Bei den Britter Hirtzen tanzte die Juniorengarde, im Hintergrund Prinzenpaar Heidi und Dirk. FOTO: Werner Krewer
Britten. Zur Kappensitzung der Hirtzen gab es ein buntes und närrisches Programm.

Was lange währt, wird endlich gut – wenn auch manchmal buchstäblich erst in letzter Minute. Bis vor wenigen Tagen hatten die Britter Narren befürchtet, in diesem Jahr auf die traditionelle Kappensitzung ihrer Hirtzen verzichten zu müssen, aber durch die vereinten Kraftanstrengungen vieler fleißiger Leute wurde die Halle doch noch rechtzeitig fertig. Stellvertretend für alle, die dazu beigetragen hatten, dankte Co-Elferratspräsident Udo Britz dem Britter Ortsvorsteher Günter Ludwig dafür, dass die örtliche Fösend nun doch in würdiger Weise gefeiert werden kann.


Prinz Dirk I. und seine Prinzessin Heidi I. thronten über einem voll besetzten Saal, und die Laune war so supergut wie immer, wenn es hier auf der Bühne rundgeht.

Wieder einmal griff Hirtzenchronist Olli Ackermann tief in die Erinnerungskiste, in der die dörflichen Ereignisse der letzten zwölf Monate aufbewahrt werden. Er förderte eine still stehende Kirchturmuhr, ein als „Open Air“ deklariertes Remmidemmi, eine mäßige Fußballsaison und viele andere Dinge daraus hervor. Es war halt wieder einmal viel los in Great Britten. Schöne Garde- und Showtänze, ein Funkenmariechen, wilde Rock-Mietzen und das berühmte Wunderland einschließlich Alice, die darin herumspazieren durfte, ein Ausflug in die Sahara und einer in die Welt von 1001 Nacht – egal ob fetzig oder romantisch, das Publikum ließ sich gerne mitziehen, genauso wie bei den Schunklern, die Raffael Kunz mit seinen Hausbacher Musikanten zum Besten gab.

„Liebe Gemeinde“, sprach der Pastor, „ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für euch. Die gute: Es ist genug Geld da, um den Kirchturm zu sanieren; die schlechte: Es befindet sich noch in euren Taschen.“ Diesen Klops brachte Vitter, der zusammen mit Freund Joachim die Fösend besang. Er hatte einen neuen Dreivierteltakt erfunden, bei dem er immer bis fünf zählte und dann wieder von vorne anfing - eine gute Konzentrationsleistung, denn man hätte getrost einen Walzer danach tanzen können.

Loriot kam mit seiner Evelyn, und die beiden versuchten, den Wufflauten ihres Hundes eine besondere Bedeutung beizumessen, der Jugendclub hatte einen Überraschungsgast und Devid Hero aus Scheiden präsentierte die alkoholischen Getränke seines Heimatdorfes samt Nebenwirkungen. Auch die Hirtzen-Kappensitzung hatte Nebenwirkungen: Fröhlichkeit und gute Laune, die lange nach dem Zapfenstreich anhielten.



FOTO: Werner Krewer