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Eintrittspreise und Schulbücher zentrale Themen

Weiskirchen. Auf der Tagesordnung stand die Jahresrechnung des Vitalis-Bäderzentrums, zudem ging es um künftige Eintrittspreise. Dazu muss man wissen, dass das Parkhotel im Auftrag der Gemeinde das Bad mitverwaltet. Gewinne oder Verluste werden verrechnet Von SZ-Mitarbeiter Ferdinand Seyfried

Weiskirchen. Auf der Tagesordnung stand die Jahresrechnung des Vitalis-Bäderzentrums, zudem ging es um künftige Eintrittspreise. Dazu muss man wissen, dass das Parkhotel im Auftrag der Gemeinde das Bad mitverwaltet. Gewinne oder Verluste werden verrechnet. Im Geschäftsjahr 2008 beliefen sich die Brutto-Aufwendungen des Parkhotels für die Betriebsführung auf 1 058 063 Millionen Euro (Vorjahr: 965 243 Euro). Die Einnahmen belaufen sich auf 526 272 Euro (Vorjahr: 490 856 Euro). Der Verlust beträgt demnach 531 791 Euro (Vorjahr: 474 386 Euro). Auf den zu erwartenden Verlust hat die Gemeinde bereits 520 000 Euro an Vorauszahlungen geleistet, so dass jetzt noch 11791 Euro nachzuzahlen sind. Der Rat beschloss einstimmig, den Restbetrag als periodenfremde Aufwendung in den Haushalt 2009 einzustellen. Die Gemeinde ist nach einem Grundsatzbeschluss gehalten, ihre Eintrittspreise für das Bäderzentrum der Lohn- und Gehaltskostenentwicklung anzupassen. Im Ergebnis sind das sieben Prozent mehr ab Januar 2010. In Zahlen: Das Schwimmen kostet statt wie bisher 3,60 Euro, dann 3,90 Euro. Die Sauna schlägt von 12,90 auf 13,80 Euro auf. Die SPD schlug vor, die Preise für Kinder zu belassen und dabei die Altersgrenze heraufzusetzen. Die CDU griff den Vorschlag auf. Franz-Josef Müller (CDU) meinte: "Für die Gemeinde ist es kein großes Opfer, wenn wir die Altersgrenze auf die Vollendung des 17. Lebensjahres anheben." So geschah es.Bücher länger nutzen Ebenfalls um Kinder und Jugend ging es in einem weiteren Punkt, der Schulbuchausleihe. Die Gemeinde will nicht, dass die Schulbücher automatisch nach drei Jahren eingezogen werden, ungeachtet ihres Zustandes. Wenn die Bücher noch brauchbar seien, sollen sie auch weiter verwendet werden, meint der Weiskircher Rat. Dazu muss eine entsprechende Vereinbarung in die Verträge mit dem Kultusministerium aufgenommen werden. Rund 90 Prozent der Weiskircher Eltern haben sich für die Schulbuchausleihe ausgesprochen. Pro Grundschüler entfällt eine Gebühr von 40 Euro im Jahr an. Die SPD bedauerte, dass die Ausleihe nicht völlig kostenlos erfolge. Die CDU sieht jetzt schon eine erhebliche Entlastung der Eltern. Dazu Helma Kuhn-Theis (CDU): "Wir sollten die Sache beobachten. Nachbessern kann man immer."In Sachen künftiger Abfallentsorgung will sich der Gemeinderat erst in der Luxemburger SuperDreckskescht sachkundig machen, daneben den EVS um eine konkrete Vorstellung bitten und eventuell sich in Trier nach einem ganz neuen Modell umsehen. Der Bürgermeister wurde beauftragt, entsprechend einem Antrag der CDU-Fraktion sich nach Möglichkeiten der Photovoltaik-Technik in großem Stil umzusehen (Die SZ berichtete).




Auf einen BlickIn der Weiskircher Gemeinderatssitzung am Donnerstag blieb ein Stuhl leer. Auf dem Tisch brannte vor einem Blumengesteck eine Kerze. Sie galt dem Andenken an Berni Kuhn, der am Freitag, 8. Mai, im Alter von 55 Jahren verstorben ist. Kuhn war seit Juli 1984 Mitglied des Gemeinderates, des Bau- und Werksausschusses, des Hauptausschusses der Gemeinde. Darüber hinaus war Berni Kuhn Mitglied des Aufsichtsrates der Hochwald-Touristik GmbH. Im August 1999 wurde Kuhn unter Berufung auf das Beamtenverhältnis als Ehrenbeamter zum zweiten Beigeordneten der Gemeinde Weiskirchen ernannt. Seit 1989 war er Mitglied im Ortsrat seiner Heimatgemeinde Rappweiler-Zwalbach. Der Gemeinderat Weiskirchen gedachte in der Sitzung Verstorbenen. Berni Kuhn wurde zwischenzeitlich in Rappweiler beigesetzt. fs