Wüste Zustände am Container-Standort in Reimsbach

Wüste Zustände am Container-Standort in Reimsbach

Leere Flaschen, so weit das Auge reicht. Berge von Altglas, das sich auf dem Boden türmt: Dieser Anblick macht Bert-Peter Welsch seit Tagen stinksauer. „Seit drei Wochen sind die Glascontainer gerammelt voll, und trotz mehrfacher Beschwerden werden sie partout nicht abgefahren“, schimpft der Reimsbacher.

Bert-Peter Welsch wohnt ganz in der Nähe des Containerstandortes nahe der Zufahrt zum Reimsbacher Sportplatz, an der Kreuzung der Straßen Auf der Alm, Schützenstraße und Kriegerfriedhofstraße. Nicht nur er, auch weitere Anwohner haben sich in letzter Zeit wiederholt bei der Gemeinde Beckingen über die Zustände auf dem Container-Sammelplatz beschwert.

"Jede Menge Gefahren"

Dass die Altglasbehälter voll waren, hat offenbar nur wenige davon abgehalten, ihre Glasabfälle zurückzulassen. Rund um die Container sah es mittlerweile aus wie auf einem Schlachtfeld. "Dort spielen auch mal Kinder, ganz in der Nähe führt die Zufahrt zum Sportplatz vorbei, da herrscht reger Verkehr - das sind jede Menge Gefahren, die von den Glasresten ausgehen", sagt Welsch.

Die wüsten Zustände auf dem Containerplatz sind auch der Gemeinde Beckingen ein Dorn im Auge. Aber man könne wenig dagegen machen, sagt Dietmar Minas von der Gemeindeverwaltung: "Wir sind nicht Auftraggeber für die Leerung der Glas-Container, das ist das Duale System Deutschland." In dessen Auftrag fährt das Friedrichsthaler Unternehmen Paulus GmbH das Altglas regelmäßig ab - meistens ohne größere Probleme. Es gebe für die verschiedenen Containerstandorte in der Kommune keine festen Abfuhrtermine. Wie oft ein bestimmter Containerplatz angefahren werde, hänge auch davon ab, wie stark dieser genutzt werde und wie voll die Behälter entsprechend seien.

Wochenlange Verzögerung

Warum nun gerade der Standort in Reimsbach offenkundig seit Wochen nicht mehr angesteuert worden sei, sei der Gemeinde nicht bekannt. Aber den Unmut der Bürger bekomme man im Rathaus wohl zu spüren: "Seit Ende der vorletzten Woche gehen Beschwerden von dort bei uns ein", sagt Minas. Die Gemeinde habe wiederholt bei dem zuständigen Abfuhrunternehmen darauf gedrängt, dass auf dem Sammelplatz endlich Ordnung geschaffen wird - bislang allerdings ohne Resultat.

Dies aber scheint sich, nachdem auch unsere Redaktion bei dem Friedrichsthaler Unternehmen nachgefragt hat, zu ändern: Von Seiten der Firma Paulus wurde zugesagt, dass die Container am heutigen Mittwoch geleert werden. Zu den Gründen für die wochenlange Verzögerung gab es keinen Kommentar.